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Grausiger Fund bei Bibereck: Dieser trächtigen Rehgeiß wurde die Kehle durchgebissen.

Immer wieder Probleme mit frei laufenden Hunde in Bergkirchen

Das nächste Opfer: ein trächtiges Reh

Bergkirchen - In einem Waldstück nahe Bergkirchen hat ein frei laufender Hund einer trächtigen Rehgeiß die Kehle durchgebissen. Der Jagdpächter ging zur Polizei, die Gemeinde ist alarmiert – denn streunende Vierbeiner stellen in Bergkirchen immer wieder ein Risiko dar.

Es war ein grausiger Fund, den ein Spaziergänger am Samstag auf einer Wiese nahe Bibereck (Gemeinde Bergkirchen) machte. Eine trächtige Geiß lag mit durchgebissener Kehle tot im Gras. Als der zuständige Jagdpächter Martin Heitmeier von dem Geschehen erfuhr, war er sich sicher: „Da ich davon ausgehe, dass in unserer Gegend kein Wolf in der freien Natur unterwegs ist, muss es sich um einen Hund oder auch mehrere Hunde handeln, die hier ihr Unheil treiben. An der Stelle, wo das Reh niedergerissen wurde, waren deutliche Kampfspuren zu erkennen.“ Weil das Reh Nachwuchs erwartete, war es natürlich langsam und hatte somit keine Chance, seinem Schicksal zu entgehen. Von Hund und Herrchen fehlen jede Spur.

Revierpächter Heitmeier erstattete Anzeige bei der Polizei und verständigte die Gemeindeverwaltung. Dort ist man ebenfalls entsetzt. Nicht zuletzt, weil die Kommune immer wieder Schwierigkeiten mit Hundehaltern hat.

Im Januar 2014 beispielsweise richtete ein herumstreunender Husky auf dem Erlebnishof Berglbauer in Kreuzholzhausen – nur einen Kilometer von Bibereck entfernt – ein Blutbad unter Schafen an. Drei Tiere verendeten qualvoll, fünf weitere überlebten nur knapp. Doch nicht nur der idyllisch gelegene Wald zwischen Kreuzholzhausen und Bibereck gilt als Problemzone. Vor allem auf dem Stück Wanderweg zwischen Günding und Bergkirchen entlang der Maisach können die Vierbeiner oft machen, was sie wollen – bisweilen zum Unmut von älteren Menschen, Familien mit Kindern und Radfahrern, die den Weg gerne ungestört frequentieren möchten.

Um den behördlichen Leinenzwang im gesamten Gemeindegebiet für so genannte große Hunde mit Schulterhöhe ab 50 Zentimeter schert sich kaum jemand. „Freilaufende Hunde, egal welcher Größe, stellen da immer ein Risiko dar. Eine Kontrolle ist aber nicht möglich. Man kann hier nur an den gesunden Menschenverstand der Hundehalter appellieren“, meint Gemeindemitarbeiterin Annette Hartl, die selbst Frauchen eines Schäferhunds ist.

Immer wieder werden unvernünftige Hundehalter angezeigt. Und die nimmt sich die Gemeinde Bergkirchen dann zur Brust. Die Hundebesitzer bekommen ein Schreiben, werden angehört, und dann wird ihnen ins Gewissen geredet. Sollten sie weiter uneinsichtig bleiben, erfolgt ein Leinenzwang für den treuen Gefährten.

Im Fall des blutrünstigen Huskys von Kreuzholzhausen ging die Gemeinde Bergkirchen sogar noch einen Schritt weiter: Sie nahm dem Halter den wild gewordenen Husky und einen weiteren Hund weg. Beide Tiere kamen ins Tierheim. 

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