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Melanie Fottner mit ihrer Rennsemmel Simba: Auf dem Hundegaudiwettbewerb blieb genug Zeit zum Schmusen.

Tierische Gaudi

Von Hunden und Freundschaften

Dachau - Vorwärts krabbeln, rückwärts krabbeln, Golf spielen, Bälle schmeißen: Beim Gaudi-Hundewettkampf des Dachauer Tierheims im Rahmen des Volksfestes waren die Disziplinen für Hund und Herrchen vor allem eines: eine fetzen Gaudi.

Eigentlich wollte sich Sandra Mahlich den Gaudi-Hundewettkampf des Dachauer Tierheims nur aus den Zuschauerreihen ansehen. Ihre Labradorhundedame Kuba ist gerade einmal 18 Monate alt, sehr verspielt, neugierig und an allem interessiert, was gut riecht, toll aussieht oder einfach nur verdammt gut schmeckt. Der Parcours, der jedes Jahr neue Tücken bereit hält, scheint der 24-Jährigen noch etwas suspekt. „Ich war mir nicht ganz sicher, ob Kuba folgen würde.“ Wie jedes Jahr müssen die Teilnehmer insgesamt sechs Stationen durchlaufen. Am Start geht es durch einen Wäschetunnel, durch den Hund und Herrchen gemeinsam durchkrabbeln müssen. Anschließend sind die Zweibeinigen gefragt: Mit einem Golfschläger muss ein Gummiball um mehrere Hütchen im Slalom bewegt werden. Der Ball darf dabei nur vom Schläger berührt werden, Hundeschnauzen müssen Abstand halten.

Die nächste Station würden die Hunde wohl in windeseile erledigen können, aber ihre tolle Spürnase ist leider nicht gefragt. Aus einer Kiste, die mit Plastikbällen gefüllt ist, müssen die Hundebesitzer fünf Frohlic Leckerlis finden und in eine Schüssel schmeißen. Natürlich ist auch hier wieder äußerste Vorsicht geboten: Die Leckerlis dürfen auf keinen Fall vernascht werden. Für wen das zu leicht war, der darf sich bei Station Vier mit seinem Hund unter eine Decke kuscheln. Hat auch das geklappt, muss nur noch die letzte Hürde gemeistert werden: Mit einem Stück Schinken im Mund, für Vegetarier gab es ein Stück Käse geht es im Spinnensitz rückwärts Richtung Ziel: Der Hund sollte dabei brav neben seinem Herrchen herlaufen, den Schinken aber keinesfalls stibitzen.

Sandra Mahlich hat sich bereits ein paar Durchgänge angesehen, als sie auf Jessy trifft. Die beiden verstehen sich auf Anhieb. Auch das junge Mädchen ist Hundebesitzerin, hat ihren Vierbeiner allerdings zu Hause gelassen. „Ich wollte mir das erstmal alleine anschauen“, erklärt sie. Doch es kribbelt in ihren Fingern. Wie gern würde sie auch mitmachen. Und auch Sandra stellt sich nun vor, wie sie mit Kuba über den Platz huschen könnte. Da fassen die beiden neuen Freundinnen einen Entschluss: Sie bestreiten den Parcours gemeinsam: „Es war wirklich sehr knifflig, überall auf der Wiese lagen Leckerlis von unseren Vorgängern und Kuba wollte viel lieber alles aufessen, als nur einen Meter weiterzugehen“, erzählen die Mädels. Immerhin reichte es mit einer Zeit von knapp zweieinhalb Minuten für den 28. Platz. „Wir hatten so viel Spaß, die Platzierung war uns sowieso egal.“

Melanie Fottner dagegen geht mit ihrem Whippet Simba an den Start. Schnell sein liegt dem Windhund im Blut. Filmreif allerdings schaffen es die beiden miteinander unter der Decke zu kuscheln. Eineinhalb Minuten Zeit und einen tollen fünften Platz.

Doch der Wettkampf war nicht die einzige Disziplin an diesem Abend: Auch wurde der schönste Mischlingshund gekürt. Petra Gabler durfte sich gleich doppelt freuen: Ihre Hündinnen Caissy und Socke sahnten in ihrer Kategorie Kurzhaar unter 45 Zentimeter Platz 1 und 2 ab. „Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet“, freut sich die stolze Hundebesitzerin über die Auszeichnung und die tollen Preise.

reg

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