Immer mehr jugendliche Koma-Säufer

Dachau - In der Region Dachau ist die Zahl jugendlicher „Komasäufer“ gestiegen. Im Jahr 2012 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit 58 Jugendliche in der Altersgruppe der zehn bis unter 20-Jährigen mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

Laut aktueller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen hier im Vergleich zu 2011 um 7,4 Prozent zu. In Dachau mussten 18 Mädchen und 40 Buben in einer Klinik behandelt werden.

„Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Unser Ziel ist langfristig eine positive Entwicklung“, sagt Elmar Denzel von der DAK-Gesundheit Dachau. „Seit dem Jahr 2001 nahmen die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in unserer Region um 176,2 Prozent zu.“ Auch landesweit gab es in diesem Zeitraum einen deutlichen Anstieg. 2012 landeten zum Beispiel 5566 bayerische Kinder und Jugendliche im Krankenhaus. Die Zahl der betroffenen Buben war mit 3446 Fällen höher als bei Mädchen mit 2120 Behandlungen.

Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, startet die Krankenkasse DAK-Gesundheit jetzt zum 5. Mal ihre Präventionskampagne „bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen“. Bundesweit werden mehr als 11 000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, davon zahlreiche Schulen in der Region Dachau. Als Schirmherrin unterstützt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler (CSU) die Aktion. Auch die erfolgreiche Band Luxuslärm beteiligt sich 2014 an der Kampagne.

Seit 2010 wurden beim mehrfach ausgezeichneten Wettbewerb „bunt statt blau“ bereits 52 000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Komasaufen. „Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig“, so Elmar Denzel. „Wir hoffen, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen.“

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