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Ermunterte die Jugendlichen, das zu segnen, was ihnen wichtig ist: Pater Michael.

Einweihung des neuen Jugendtreffs in Altomünster

Nur der Name fehlt noch

Es war einmal... ein Bahnhof, ein BRK-Heim, eine Pizzeria. Das Gebäude, in dem nun das neue Jugendzentrum in Altomünster eingezogen ist, hat wahrlich eine bewegte Geschichte hinter sich.

Altomünster – Das war vielleicht ein fröhliches Gewusel, das die Besucher im ehemaligen Altomünsterer Bahnhof überraschte. Kein Wunder, denn das altehrwürdige Gebäude wurde jetzt seiner neuen Bestimmung übergeben und als neues Jugendzentrum eingeweiht. Viele Kinder und Jugendliche kamen zur Eröffnung ihres neuen Domizils. Nur einen Namen hat das neue JUZ noch nicht. Denn der Name des früheren Juz, „Old School“, passt für den alten Bahnhof nicht mehr.

140 Quadratmeter stehen dem Altomünster Nachwuchs nun zur Verfügung, in einem hellen lichten Raum über zwei Ebenen, an einem Ort, die nicht ganz unumstritten war, so am Brennpunkt des Marktes – der aber nun doch von den meisten als ideal empfunden wird.

Bürgermeister Anton Kerle war sich sicher, dass es jetzt nur noch Befürworter geben wird und der Umzug vom ganz alten Schulhaus richtig war. Mit rund 270 000 Euro werden die Kosten für den Umbau und die Sanierung beziffert, wobei etwa 80 Prozent als Fördermittel durch die Barrierefreiheit und die energetische Sanierung zu erwarten sind. Um den Höheunterschied im Inneren des Gebäudes überwinden zu können, wurde eigens ein kleiner Hublift für Rollstuhlfahrer eingebaut.

Für Kerle stand auch fest, dass das Haus nun den Jugendlichen gewisse „Freiräume“ schaffe. Seit nunmehr 14 Jahren ist Marlon Köhler, zunächst im Verbund und seit vier Jahren als festangestellter Jugendarbeiter, für Altomünster tätig. Er dankte für all die Lorbeeren, die er an diesem Tag erfahren durfte, vor allem aber den Ehemaligen, die ihn unterstützt und beim Umbau mitgeholfen haben. Jugendreferent Wolfgang Graf bezeichnete er als seinen Mentor in allen Fragen. „Wir sind angekommen“, sagte Köhler glücklich.

Er war sichtlich gerührt, als ein Jugendlicher den kleinen Weihwassersprenger auf ihn richtete – denn Pater Michael hatte es den Kindern überlassen, das zu segnen, was ihnen wichtig war. Dazu wurde vieles vom PC-Spieleraum, über die Musikstation, das Mädchenzimmer, das auf der ehemaligen Terrasse eingerichtet wurde und natürlich die Spieltische, auf denen es dann gleich lustig zuging, besprengt.

Pfarrer Winfried Stahl übergab ein Kreuz für das Haus, mit der Bitte, in der Suche nach Ehrlichkeit, Treue und dem Engagement nicht nachzulassen.

Für Bezirkstagspräsident Josef Mederer kam ein wenig Erinnerung auf, denn als ehemaliger aktiver Rotkreuzler von Altomünster hatte er in diesem Räumen ein BRK-Heim für viele Jahre eingerichtet, bevor es dann der letzten Nutzung als Pizzeria zugeführt wurde. Er freute sich auch, dass beim neuen Juz die Inklusion, also die Einbindung behinderter Menschen, so gut gelingt.

Die Gäste, darunter viele Gemeinderäte hatten Muße, alles genau unter die Lupe zu nehmen und Marlon Köhler schnitt dann endlich unter viel Beifall der Jugend die wunderschöne Eröffnungstorte an, die seine Frau eigens zu diesem Anlass gebacken hatte.

gh

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