Günter Heide machte den Tim Wiese: Nach einem Foul außerhalb des Kreises sah der Torhüter des TSV Indersdorf in Günzburg die rote Karte. Foto: hab

TSV Indersdorf blamiert sich beim Schlusslicht

Indersdorf - Bei der blamablen 30:38(16:18)-Niederlage beim bisher sieglosen Tabellenletzten VfL Günzburg haben die Indersdorfer Landesliga-Handballer eine äußerst dürftige Vorstellung abgeliefert.

Mit ähnlichen Leistungen sollte für die Glonntaler das Ziel Klassenerhalt in der Landesliga Süd wohl kaum zu erreichen sein.

TSV-Coach Jürgen Vogl war frustriert und sprachlos nach dem Spielende. Er konnte sich dann aber doch noch zu einem Statement durchringen: „Alle Qualitäten, die du im Abstiegskampf benötigst, wie Kampf, Wille und Abwehrverhalten, waren bei meiner Mannschaft heute in keiner Minute der Begegnung zu erkennen.“ Es sei deshalb auch in dieser Höhe eine verdiente Niederlage gewesen, fügte Vogl noch an.

Einige widrige Faktoren spielten eine entscheidende Rolle bei der Pleite. So fehlte bereits zum dritten Mal Torjäger Yos Diaz. Diesmal war er nicht krank oder verletzt, er hat schlicht die Abfahrt verpasst. Schwerer wog allerdings die tote Karte für Günter Heide, die sich der TSV-Keeper fünf Minuten nach der Pause eingehandelt hat. Bei einem Tempogegenstoß des Gastgeber attackierte er einen Gegenspieler außerhalb des Kreises. Eine etwas harte, doch vertretbare Entscheidung der Unparteiischen, wie einige Zuschauer meinten.

Mangels eines Ersatztorhüters, Matthias Stephan ist verletzt, musste Feldspieler Marco Mair in den Kasten. Der machte seine Sache nicht schlecht, doch die Niederlage konnte er natürlich nicht verhindern. Das lag schon mehr an seinen Mitspielern, die sich fast widerstandslos ihrem Schicksal ergaben.

Dabei sah es in der Anfangsphase nicht so schlecht aus für die Gäste. Nach gut einer Viertelstunde entschärfte Torhüter Heide einen Siebenmeter. Im Gegenzug erzielte Mario Putnik die 10:7-Führung. Das war dann allerdings schon der einzige positive Aspekt im Spiel des TSV Indersdorf. Die biederen Gastgeber nahmen fortan das Geschehen in die Hand und gingen mit einer 18:16-Führung in die Pause.

Kurz nach dem Platzverweis für Torhüter Heide fiel die Vorentscheidung, als der VfL den Vorsprung auf 24:17 ausbaute. Der TSV Indersdorf versuchte es im weiteren Spielverlauf mit der Brechstange, wobei die spielerischen Qualitäten gänzlich auf der Strecke blieben. Unverständliche Ballverluste, technische Fehler und mangelnde Chancenverwertung häuften sich.

Was allerdings bei der momentanen Verfassung der Jungs von Trainer Vogl keine Überraschung ist. „Ich weiß nicht was ich noch machen soll“, meinte ein sichtlich ratloser TSV-Coach. Nicht nur er sieht mit gemischten Gefühle dem kommenden Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten TSV Trudering entgegen. (han)

Stenogramm

TSV Indersdorf: Günter Heide, Marco Mair - Fabian Machunze, Christian Eichmann 5, Tim Plundke 4/4, Till Andlauer 2, Christoph Heumann 3, Rene Sperrer 4, Martin Vogl 3, Mario Putnik 6, Joschka Reichert 3, Thomas Bauer.

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