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Verabschiedung unter besonderen Herausforderungen: GMI-Schulleiter Thomas Höhenleitner überreicht die Abiturzeugnisse unter einer Plexiglasscheibe und schenkt jedem Absolventen eine Mund-Nasen-Maske.

Indersdorfer Gymnasiasten schildern die Herausforderungen der vergangenen Monate

Vier Zeremonien für 100 Abiturienten

Endlich frei“ – in vier einzelnen Festakten hat das Gymnasium Markt Indersdorf in diesem Jahr seine 100 Absolventen mit einer feierlichen Zeugnisübergabe verabschiedet.

Markt Indersdorf– „In jeder einzelnen Veranstaltung hielten zwei Schüler eine kurze Ansprache, die Aussagen enthielten, die zwar allgemein klangen, die aber die aktuelle Situation perfekt beschreiben, wie: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man schönes bauen“, oder dass sie nun „das höchste Sprungbrett für die Zukunft“ haben. Ergänzend dazu wurde per Video eine gemeinsam gestaltete Nachrichtensendung mit der „Abi-Schau“ eingespielt, die stark an die bekannte Tagesschau erinnerte und sich mit neuen Theorien auseinandergesetzt hat.

Die Schüler erläuterten die neue „ABI-Regel“, die besagt: „Abstand halten – Bedeckung für Mund/Nase – Infektionsschutz mit vorhandener Seife!“ und sie stellten eine neue mathematische Formel zur Berechnung des Pegelstands für alkoholisiertes Hochwasser auf.

Es waren vollkommen neue Herausforderungen, denen sich die Absolventen in diesem Jahr stellen mussten. Am letzten „normalen“ Schultag im März, als verkündet wurde, dass die Schulen coronabedingt schließen, erzeugte das sehr unterschiedliche Reaktionen, wie die Abiturientinnen Claudia Senftl und Rebecca Vogt berichten. So schwang für viele ihrer Mitschüler die Sorge mit, wie der Weg bis zur Prüfung jetzt ausschauen wird. Ist eine gute Vorbereitung weiterhin gewährleistet? Besteht überhaupt die Chance dazu, den Abschluss zu bekommen? Aber es gab auch diejenigen, die die Situation für sich sehr positiv betrachteten.

Für Fabian Trinkl war es eher von Vorteil, da „ich zehn Wochen lang den Lernstoff in Ruhe alleine abrufen und so effektiver für mich nutzen konnte“. Als Bonus empfand er zusätzlich, dass er sich nur noch auf seine Prüfungsfächer fokussieren musste und alle anderen Fächer außen vorlassen durfte.

Manchmal lagen für die Schüler „wahre Felsbrocken im Weg, und das Ende gestaltete sich holprig“, war in den Schüleransprachen zu hören, aber mit viel Kampfgeist und großem Durchhaltevermögen haben alle gezeigt, wieviel Kraft doch in ihnen steckt.

Mit Corona, einem Wort, das für sie für immer mit ihrem Schulabschluss verbunden sein wird, einem Wort, das für alle aber auch Rücksichtnahme, Zusammenhalt und Miteinander bedeutet hat, sind sie mit ihren Familien, mit der Schulgemeinschaft und den Lehrkräften und vor allem auch mit den Oberstufenkoordinatoren einen langen, aber auch sehr erfolgreichen Weg zusammen gegangen.

Als sehr positiv empfanden die Schüler ebenfalls, dass die aktuelle Lage es ermöglicht, die Prüfungszeugnisse – wenn auch getrennt durch eine Acrylglasscheibe – von Schulleiter Thomas Höhenleitner persönlich überreicht zu bekommen.

Ein gemeinsamer Weg geht nun zu Ende – nur leider dieses Mal ohne ein „gemeinsames Servus und Auf Wiedersehen“, wie es Rebecca Vogt treffend zusammenfasste.

ROSWITHA HÖLTL 

Die Schulbesten

Insgesamt 14 Absolventen haben einen Notendurchschnitt von 1,5 oder besser. Jahrgangsbeste ist Rebecca Vogt mit einem Schnitt von 1,1, gefolgt von Lena Asam (1,2), David Dorkel (1,2), Alexander Lakatár (1,2), Severin Stadler (1,2), Konstantin Gattinger (1,3), Vivien Hefele (1,3), Max Pawlyta (1,3), Annika Ritter (1,3), Sophie Kost (1,4), Sophia Elsenberger (1,5), Benjamin Hofmann (1,5), Aneta Kurek (1,5) und Laura Lipp (1,5)

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