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Haushalt 2016 verabschiedet

Mehr Schulden, mehr Chancen

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Indersdorf - Hohe Schulden, enorme Kreditaufnahmen. Der Indersdorfer Haushalt für 2016 ist verabschiedet. Doch Bürgermeister Franz Obesser sieht in dem komplexen Zahlenwerk weit mehr als rote Ziffern: Er sieht darin eine Chance für Inderdorfs Entwicklung.

Indersdorfs Kämmerin Sabine Scholz hat ihren zweiten Haushalt erarbeitet – und damit den zweithöchsten der Gemeinde. Ein Werk, für das es über alle Gemeinderats-Fraktionen hinweg nur eines gab: Lob. Sein Gesamtvolumen beträgt 29 461 700 Euro, 2 811 000 Euro weniger als 2015. Er ermöglicht eine Menge Investitionen – doch ohne neue Kreditaufnahmen geht es auch heuer nicht. 4,7 Millionen Euro sind vorgesehen, 3 Millionen davon sind für den Breitbandausbau gedacht. Ob allerdings alles davon gebraucht wird, steht noch nicht fest. „Auch 2015 haben wir eine Million von geplanten Kreditaufnahmen nicht getätigt“, erklärt die Kämmerin.

Vor allem Bürgermeister Franz Obesser war in der Sitzung am Donnerstag Abend angetan. Er sieht in dem gigantischen Zahlenwerk viele Chancen für seine Gemeinde. „Man darf nicht nur sehen: Da sind aber viele Kredite aufgenommen worden. Man muss sich anschauen: Was steckt hinter den Krediten.“ Für Obesser ist es vor allem eine Chance. eine Chance für sozialen Wohnungsbau, für Vereinsförderung, für eine neue Ortsmitte und neue Baugebiete. „Wir geben das Geld für nötige Investitionen aus, nicht für Luxus oder schöner Wohnen“, betont Obesser. Was die Einnahmen betrifft steht Indersdorf gut da. „Wir haben die erwarteten Einnahmen sogar noch übertroffen“, sagte Sabine Scholz. Von den derzeitig 6 040 000 Euro Schulden sollen dieses Jahr 209 000 getilgt und eben 4,7 Millionen Euro neu aufgenommen werden. Zum Jahresende liegt der Schuldenstand wohl bei 10,78 Millionen Euro – 8,4 Millionen Euro werden für den Breitbandausbau verwendet. Doch bereits 2016 werden 120 000 Euro Pachteinnahmen für das Netz erwartet, ein Jahr später 380 000 Euro und 2018 schon 450 000 Euro. Wegen der großen Investitionen und Kreditaufnahmen werden die Rücklagen von 1,5 Millionen Euro heuer aufgebraucht.

Für diese Dinge wird 2016 sonst noch Geld ausgegeben:

Soziale

Förderungen

18 000 Euro Für die Jugendförderung der Vereine, 26 200 Euro für Volksbildung (Indersdorfer Kulturkreis und Dachauer Forum), 6000 Euro für Feuerwehren und 65 000 Euro für Sportvereine

Neue Fahrzeuge für Feuerwehren

Für die Feuerwehrfahrzeuge von Eichhofen, Langenpettenbach und Hirtlbach werden je 96 600 Euro eingestellt, für das Fahrzeug von Niederroth 192 000 Euro. Zudem bekommt Niederroth ein neues Feuerwehrgerätehaus. Die Gesamtkosten hierfür betragen 829 000 Euro.

Entwicklung des

Marktplatzes

Der Markt möchte ab heuer den Indersdorfer Marktplatz sanieren und entwickeln. Für 2016 sind dafür an Planungskosten bereits 100 000 Euro eingestellt. Die Finanzplanung sieht für die Jahre 2017 und 2018 jeweils 500 000 Euro dafür vor.

Schule und

Kindergarten

Im Kindergarten Langenpettenbach wird die Fassade saniert und die Kücheneinrichtung erneuert. Kosten: 30 000 Euro.

Kauf von

Grundstücken

Im Rahmen des Baulandmodells sollen Grundstücke in Eichhofen am Wirtsanger (48 000 Euro) und in Niederroth am Eichenweg (180 000 Euro) gekauft werden.

Soziale

Wohnbauförderung

Heuer soll am Bahnhof mit der Wohnbaugesellschaft des Landkreises und mit Absprache mit Caritas und Maria-Gschwendtner-Stiftung ein sozialer Wohnbaukomplex entstehen. Der Anteil des Marktes daran beträgt 330 000 Euro (zehn Prozent der Baukosten). Davon sind im diesjährigen Haushalt 200 000 Euro eingestellt. Der Rest im Jahr 2017.

Umbau an der

Kläranlage

Bis 2018 sind an der Indersdorfer Kläranlage umfangreiche Umbaumaßnahmen nötig. Die Gesamtkosten betragen rund 6 Millionen Euro. Seit 2012 sind davon bereits 3,4 Millionen angefallen. Für 2016 wurden nun weitere 1,7 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt.

Geh- und Radweg an

der Dachauer Straße

An der Dachauer Straße soll ein Radweg entstehen. Die Gesamtkosten dafür betragen 250 000 Euro, Förderung gibt es keine. Heuer sind für das Projekt 32 000 Euro für den Grunderwerb und 180 000 Euro für den Bau eingestellt. Nächstes Jahr kommen nochmal 70 000 Euro obendrauf.

Fußweg am

Marienplatz

Heuer wird vom Marienplatz über den Biergarten der ehemaligen Klosterbrauerei bis hin zur Ludwig-Thoma-Straße ein Fußweg gebaut. Dafür sin d in 2016 und 2017 je 105 000 Euro eingestellt.

Brücke über den

Rothbach

Wegen zu großer Schäden muss die Brücke über den Rothbach am Klosterweg erneuert werden. Für diese Arbeiten sind im Haushalt 105 000 Euro eingestellt.

Ausbau der

Linie A

Für die Elektrifizierung der Linie A hat die Gemeinde Kostenanteile von 275 000 Euro eingestellt.

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