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Musik verbindet: der interkulturelle Asylchor bei seinem Auftritt im Bruggerhaus.

Interkultureller Chor der Vhs Bergkirchen und des Helferkreises

Dieser Chor ist einzigartig

Bergkirchen – Gemeinsames Singen verbindet, dient dem Kennenlernen und baut Vorurteile ab: Der interkulturelle Asylchor wird mit Mitteln des Bundesamtes für Jugend und Familie im Rahmen des Projekts „Demokratie leben“ des Landkreises Dachau gefördert.

Die Volkshochschule Bergkirchen hat den Chor in Zusammenarbeit mit dem Bergkirchner Asyl-Helferkreisgegründet. In dieser Form sei der Chor der einzige im Landkreis, sagt die Vhs-Vorsitzende Simone Kastl-Frisch. 

Die Chorstärke schwankt bei jedem Termin, aber die Botschaft kommt an, sodass bereits Anfragen für künftige Auftritte vorliegen. Das nächste Treffen dieses kulturellen Experiments findet am kommenden Freitag, 23. September, von 15.30 bis 17.30 Uhr in der Flüchtlingsunterkunft in Gröbenried in der Langwieder Straße 2 a statt. 

Gerade erst war der Chor bei der interkulturellen Begegnung im Bruggerhaus zu hören. Den Rahmen gab ein Konzert mit dem neuseeländischen Musiker Mathew James White. Statt der verhinderten Münchner Jazzsängerin Caro Roth hatten dieses Mal die beiden Einheimischen, Lena Fleck und Thomas Nemeth, die Leitung und Begleitung übernommen. Als aufwändig erwies sich das Einstudieren eines christlichen iranischen Lieds auf Farsi, das einer der Flüchtlinge in die lateinische Schrift transkribiert hatte. Das Lied wird üblicherweise am Ende des Gottesdienstes von allen Kirchenbesuchern gemeinsam gesungen. Die Kernbotschaft lautet: Gott segne euch. 

Als zweiter Beitrag war der internationale Hit „We are the world“ mit dem Songtext von Michael Jackson für das Konzert ausgewählt worden. Für Lena Fleck und Thomas Nemeth, beide professionelle Musiker, handelte sich um ein Debut, und es sei „ein Glücksgriff für die Volkshochschule“, betonte Simone so Kastl-Frisch. Nun sollen beide als Lehrkräfte für den Bereich „Musik“ im Kursprogramm verpflichtet werden.

Ingrid Koch

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