Stolz auf eine besondere Auszeichnung: Hilgertshausens Bürgermeister Hans Kornprobst, Schulrat Helmut Radloff, Altomünsters Bürgermeister Konrad Wagner und Rektor Reinhard Brückl (v.l.). Foto: gh

International und lebenslang lernen

Altomünster - Die Altomünsterer Grund- und Mittelschule ist stolz auf ihre neueste Auszeichnung. Sie darf sich ab sofort Comenius-Schule nennen, denn sie hat sich „lebenslanges Lernen“ auf internationaler Ebene auf die Fahnen geschrieben.

Und das steht auch schwarz auf weiß auf einem Schild, das bei einer kleinen Feierstunde von den beiden Bürgermeistern Konrad Wagner und Hans Kornprobst (Hilgertshausen-Tandern) im Beisein aller Schüler, den Vertretern des Elternbeirats und nicht zuletzt mit Schulrat Helmut Radloff enthüllt werden.

Rektor Reinhardt Brückl bezeichnete das Ereignis als großen Tag für die Schule, wie er in seiner Rede vor den Schülern und Ehrengästen betonte.

„Der Grund für die heutige kleine Feier liegt rund drei Jahre zurück“, erklärte er, denn damals hatte er den Kollegen Thomas Linzmeier losgeschickt, um an einem Kontaktseminar für Comeniuspartnerschaften teilzunehmen. „Comenius“, so Brückl, „ ist der schulbezogene Teil eines EU-Programms für lebenslanges Lernen. Gemeinsame Bildungsaktivitäten innerhalb dieser Partnerschaften zu selbstgewählten Themen, das sind die Schwerpunkte dieses Programms. Sie können sich auf die Arbeiten der Schüler, auf pädagogisch-didaktische Fragestellungen, Aspekte des Schulmanagements oder des Fremdsprachenerwerbs beziehen. Arbeitstreffen der Schüler und Lehrer mit den ausländischen Partnern sind ebenso ein wichtiger Bestandteil.

Um zu solch einer Schulpartnerschaft zugelassen zu werden, müssen sich wenigsten drei Schulen aus drei verschiedenen Teilnehmerstaaten beteiligen. Rektor Brückl war entsprechend glücklich, dass am 6. Juli 2011 die Bewerbung zum Comenius- Projekt im zweiten Anlauf geklappt hat. Als Schulpartner wurden die „Primary School“ in Creek/England und die „école primaire“ in Flesselles in Frankreich erklärt.

Zum Thema wurde „Healthy Active Citizens Across Europe“ gewählt. Dies betrifft also das Leben des gesunden aktiven Bürgers in den Kommunen mit ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten in der Freizeitgestaltung, im Schulalltag, in den täglichen Abläufen, aber auch im Familienleben, den Ernährungsgewohnheiten und den sportlichen Vorlieben und Angeboten in den Heimatgemeinden. Dazu gehören natürlich auch die Erweiterung und Festigung in der Fremdsprache „und dies gilt nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Lehrer“, betonte Reinhardt Brückl.

Zwei Jahre hat die Schule Zeit, all diese Themen mit den unterschiedlichsten Mitteln aufzubereiten und schließlich in einer Abschlusspräsentation zusammenzufassen. Aus EU-Mitteln erhält jede Schule dazu einen Betrag von 14 400 Euro. Dieser soll in „Mobilitäten“ umgesetzt werden, was heißt, dass sich Schüler und Lehrer der drei Partnerschulen auch besuchen sollen, am Unterricht teilnehmen, sich austauschen und neue Ideen sammeln werden.

„Im Herbst 2013 ist der Abschlussbericht fällig“, erklärte Rektor Brückl und die Arbeit soll auch gleich begonnen werden. Bereits in zwei Wochen kommen je drei Lehrer der anderen Schulen nach Altomünster und im März ist dann ein Treffen in England vorgesehen. „Unsere Partner sind Grundschulen“, weist Brückl hin, doch hier in Altomünster sollen alle Klassen in die „europäische Verantwortung“ miteinbezogen werden, „denn die älteren Schüler können das Projekt nur bereichern“, ist er sich sicher.

Altomünster ist übrigens die einzige Schule im Landkreis, die für das Programm ausgewählt wurde.

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