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Reinhold Heiß ist der Seniorenbeauftragte der Gemeinde Bergkirchen.

Interview mit Seniorenbeauftragten Reinhold Heiß

„Wir müssen bei den Senioren Vertrauen schaffen“

Bergkirchen -  Reinhold Heiß,Seniorenbeauftragter der Gemeinde Bergkirchen, bezieht ein Büro in zentraler Lage im neu errichteten Bruggerhaus. Im Interview erklärt er, was in der Seniorenarbeit passieren muss.

- Gibt es eine Rangordnung bezüglich Ihres Einsatzes?

Ja, die gibt es. Mit sehr großem Engagement bin ich als Regionalleiter für den Bereich München und umliegende Landkreise bei den Aktivsenioren Bayern e.V. tätig. Dann folgt meine Aufgabe als Seniorenbeauftragter für die Gemeinde Bergkirchen. Hinzu kommen die Aufgaben im Gewerbeverband Bergkirchen als stellvertretender Vorsitzender und die Tätigkeit im Vorstand des VdK-Ortsverbands Bergkirchen.

-Was hat Sie dazu bewogen, die Ehrenämter anzunehmen?

Bei den Aktivsenioren will ich meine sehr lange Berufs- und Lebenserfahrung an Menschen weitergeben, die von dieser Erfahrung profitieren können. Unser Fokus liegt auf der ehrenamtlichen Beratung von Existenzgründern und Mittelständlern. Zudem möchte ich geistig fit bleiben und von dem großen Netzwerk meiner Kollegen profitieren. So habe ich im Mehrgenerationenhaus Dachau auch die Ausbildung zum Seniortrainer bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Senior-Trainerinnen und -Trainern absolviert und bin somit im Landkreis gut mit allen Seniorenbeauftragten vernetzt. Derzeit kümmern wir uns um die Ausbildung weiterer Ehrenamtlicher, die sich dann in der Asylarbeit einbringen wollen.

-Wissen Sie schon, wann Sie das Büro im Bruggerhaus beziehen und wie die Sprechstunden liegen?

Die Eröffnung des Bruggerhauses findet nach heutigem Stand am 5. Februar statt. Das Sozialbüro ist bis auf die Computer eingerichtet. Mit der neuen Fachkraft werde ich mich in Kürze treffen und ein Konzept für 2016 entwerfen. Zu Beginn plane ich eine monatliche Sprechstunde, den Zeitpunkt habe ich noch nicht fixiert. Zudem muss auch die Abstimmung mit dem Behindertenbeauftragten und dem VdK erfolgen.

-Was müsste Ihrer Meinung nach in der Seniorenarbeit zunächst in Angriff genommen werden?

Eine sehr wichtige Frage! Im seniorenpolitischen Konzept werden die beiden Handlungsfelder Mobilität und zugehende Sozialarbeit genannt. In einer flächenmäßig großen und auf 24 Ortsteile verteilten Gemeinde sind dies sicher sehr wichtige Ansätze. Vorher müssen wir es aber schaffen, das Vertrauen der Senioren in unsere Arbeit zu gewinnen, damit die Hilfestellungen auch angenommen werden. Da möchte ich auch auf die Erfahrungen mit bekannten Experten aus meinem Netzwerk zurückgreifen. Zudem bin ich davon überzeugt, dass ich mit den Nachbarn im Bruggerhaus wie Volkshochschule, Hausärzte und Bücherei, gute Synergien für ansprechende Angebote nutzen kann.

-Erfolgt die Umsetzung in erster Linie in Absprache mit der Gemeinde?

Die Umsetzung der Aufgabenpakete kann nur in Absprache mit der Gemeinde gelingen. Selbstverständlich werde ich weitere Institutionen wie das Landratsamt Dachau mit Frau Kurzlechner und Frau Tschirge einbinden.

Ingrid Koch

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