Bei der Ehrung: (v.l.) der italienische Generalkonsul Filippo Scammacca del Murgo, Gabriele Hammermann, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten Karl Freller, Abba Naor, Claudio Cumani (Leiter des Komitees der Italiener im Ausland). kn

Italien ehrt Gabriele Hammermann

Dachau - Als junge Frau hat Dr. Gabriele Hammermann, die Leiterin der KZ-Gedenkstätte, ihr Herz verloren: an Italien. Nun hat sie den Verdienstorden der Republik Italien verliehen bekommen.

„Es bedeutet mir wirklich sehr viel“, sagt die Leiterin der KZ-Gedenkstätte. Als Studentin hat sie einst ein Stipendium für die Universität Perugia in Italien bekommen und dort einen Sprachkurs gemacht. „Ich habe mich in Land und Leute verliebt und deshalb auch meinen Schwerpunkt im Studium darauf gelegt“, erzählt sie.

Schon seit vielen Jahren forscht sie über das Schicksal der italienischen Opfer in der NS-Zeit und der italienischen Militärintervenierten, die zwischen 1943 und 1945 in Deutschland waren. Über diese Thematik schrieb Hammermann auch ihre Doktorarbeit. „Das Thema lässt mich einfach nicht los“, erzählt sie.

Hammermann hat viel Kontakt zu italienischen Wissenschaftskollegen und Institutionen. Wer genau sie für die Ehrung vorgeschlagen hat, weiß sie aber nicht. Sie weiß nur, dass sowohl Deutschland als auch Italien ihre Zustimmung zur Verleihung des Ordens geben musste. Kein geringerer als der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano segnete die Auszeichnung für sie ab. „Sie wird mit diesem Orden für ihr Engagement für die Beibehaltung und Förderung der Gedenkkultur, mit besonderem Hinblick auf die italienischen Opfer der Verfolgung und der Nazibarbarei, ausgezeichnet“, begründete er die Verleihung des Verdienstordens.

(cla)

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