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Beim Eröffnungsschießen kamen vor allem die Ehrengäste um „Fahrkarten“ nicht herum.

Ein Schmuckstück im Schützengau

Schießstand eingeweiht

Großinzemoos – Mit einem großen Fest hat der Schützenverein Jagabluat Großinzemoos am Samstag die Einweihung des neuen Schützenheims und des hochmodernen Schießstands im Keller des Landgasthofs Brummer gefeiert.

Zunächst aber begaben sich die Schützen mit ihrer Fahne in die Dorfkirche St. Georg, um gemeinsam einen Gottesdienst für die verstorbenen Vereinsmitglieder zu feiern.

Dann galt der Blick der vielen Ehrengäste dem neuen Domizil, das an der Stelle entstand, wo früher vier Kegelbahnen waren. Hier ist auf einer Fläche von 450 Quadratmetern neben zehn vollautomatischen Schießständen ein überaus gemütliches Schützenheim entstanden, das Platz für 80 Personen bietet.

Seit vier Monaten ist die neue Anlage ja schon in Betrieb, die von den jüngsten Mitgliedern auch auf zwei Laserständen genutzt wird.

Monsignore Michael Bartmann segnete die Anlage. Schützenchef Christian Schirmer freute sich, dass auch Landrat-Vize Helmut Zech, Bürgermeister Dieter Kugler sowie der Bezirks- und Gauschützenmeister Alfred Reiner und Vertreter der übrigen vier Schützenvereine aus der Gemeinde Röhrmoos von der neuen Herberge vollauf begeistert waren.

Hier sind in großen Schaukästen sogar die Fahnen der Schützen und des örtlichen Krieger- und Soldatenvereins gut aufgehoben.

In der einjährigen Bauzeit haben vor allem die Schreiner im Verein großartige Arbeit geleistet. Dass der Umzug vom Saal in den Keller der Dorfgaststätte nicht ganz einfach war, wollte Schirmer den Gästen nicht verschweigen. Architekt Erwin Zehrer habe es aber geschafft, den Brandschutznachweis erbringen zu können.

Die Idee für die Umbaumaßnahme sei von Gastwirt Lorenz Brummer gekommen, der den Saal, der im Besitz der Schützen war, oft für eigene Veranstaltungen benötigte. Dass die Kegelbahnen komplett sanierungsbedüftig waren, gab schließlich den Ausschlag für die vertragliche Lösung auf 25 Jahre im Keller des Hauses.

Schirmer machte kein Hehl daraus, „dass uns die Brandschutzauflagen schwer im Magen gelegen haben“. Auf 80 Quadratmeter musste man eine Brandschutzdecke einziehen und einen zusätzlichen Fluchtweg schaffen.

Um die Jugend bei der Stange zu halten, biete man in den neuen Räumen sowohl einen Billardtisch als auch einen Kicker und eine Dartscheibe an. Schirmer ist davon überzeugt, dass sich alle Schützenvereine künftig ohnehin besser aufstellen müssen, um den Nachwuchs langfristig halten zu können. Schon jetzt seien es 20 Jugendliche, die zu den Schießabenden kommen.

Lob zollte Schirmer den Mitarbeitern am Bau. Ein ganzes Jahr lang seien zwiwchen zwölf und 25 Leute jeden Samstag zum Arbeiten gekommen, so dass nun 3800 freiwillige und unentgeltliche Stunden zu Buche stehen.

Es mussten knapp zwei Kilometer Kabel verlegt werden. Allein 500 Meter machen die erforderlichen Datenkabel aus. Die Umbaukosten von rund 83 000 Euro wurden von der Gemeinde Röhrmoos mit 20 000 Euro bezuschusst. 24 000 Euro erwartet man vom BSSB und 21 000 Euro haben die Mitglieder gespendet. Weitere 8000 Euro haben Bürgerstiftung, Banken und Allianz-Versicherung beigetragen. Die dann noch fehlenden Gelder werden aus der Vereinskasse bestritten.

„Diese Sportstätte bereichert Inzemoos und sucht seinesgleichen“, stellte der Bürgermeister fest und Landrat-Stellvertreter Zech lobte den tollen Zusammenhalt im Verein. Von einem Schmuckstück im Schützengau Dachau schwärmte der Gauschützenmeister, der mit einem großen Standbau-Krug gratulierte. Einweihungsgeschenke gab’s auch von den Nachbarvereinen aus Sigmertshausen, Riedenzhofen, Röhrmoos und Biberbach.

Zu den Höhepunkten im Einweihungsprogramm zählte ein Jugend-Schauwettkampf mit Finalschießen, das Matthias Rager moderierte. Hier konnte sich nach 21 Finalschüssen in einem nervenaufreibenden Kampf Christoph Eichinger mit 202,2 Ringe gegen Martin Scheitler (201,5 Ringe) durchsetzen. Auf den dritten Platz kam Maria Osterauer.

Im Brummer-Saal wurde zu Blasmusik aus Schönbrunn zünftig gefeiert. Franz Thaler zeigte Bilder von der Vereinswiedergründung im Jahre 1963 und aus den vergangenen 50 Jahren. Und natürlich hat man auch die umfangreichen Arbeiten für das neue Heim mit Bildern festgehalten. Zur flotten Blasmusik wurde fleißig getanzt.

ost

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