70 Jahre Befreiung der Konzentrationslager: Partner im Erinnern

Dachau - Vor 70 Jahren fand die NS-Terrorherrschaft ihr Ende, Tausende KZ-Häftlinge wurden befreit. Auch in Österreich. Die gemeinsame Lern- und Erinnerungsarbeit fördert die Partnerschaft mit Klagenfurt.

Vertreter der Partnerstädte Dachau und Klagenfurt haben am gemeinsam an den Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Mauthausen und des Dachauer KZ-Außenlagers Hallein teilgenommen. Für OB Florian Hartmann (SPD) und seinen Stellvertreter Kai Kühnel (Bündnis für Dachau) stellt der gemeinsame Einsatz der Partnerstädte für die Lern- und Erinnerungsarbeit eine neue inhaltliche Qualität der Städtepartnerschaft dar, die sich insbesondere seit 2014 verstärkt entwickelt hat.

Bei der Befreiungsfeier in Hallein legte Bürgermeister Kai Kühnel mit der Klagenfurter Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz einen Kranz an der Gedenktafel für die als Zwangsarbeiter ausgebeuteten Häftlinge nieder. Kühnel betonte in seiner Rede die gemeinsame Erinnerungsarbeit der Partnerstädte Dachau und Klagenfurt, die auf großem bürgerschaftlichen Engagement beruhe, und die Tatsache, dass die KZ-Verbrechen, die von Dachau ausgingen, nicht nur an einem Ort stattfanden, sondern in mehr als 150 Außenlagern in Süddeutschland und Österreich.

Am Sonntag nahm Oberbürgermeister Florian Hartmann mit seiner Amtskollegin Dr. Mathiaschitz an der Befreiungsfeier in Mauthausen teil, bei der mehr als 20 000 Besucher, darunter 50 Überlebende, anwesend waren. In Mauthausen traf Hartmann auch mit dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann zusammen. Faymann betonte, dass gerade junge Politiker wichtig für die Zukunft der Erinnerungsarbeit seien. Beeindruckt zeigte sich Hartmann von der großen Zahl Jugendlicher aus Österreich und vielen Ländern Europas, die an der Befreiungsfeier teilnahmen. (mm)

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