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Jahreskonzert: Die Blaskapelle Schönbrunn begeisterte mit musikalischer Vielfalt.

Ein Debüt, das begeistert

Jahreskonzert der Blaskapelle Schönbrunn

Schönbrunn - Eine musikalische Überraschung, eine Erstaufführung, ein riesen Repertoire – die Blaskapelle Schönbrunn begeisterte bei ihrem Jahreskonzert. Mit Robert Egg hat sie einen neuen Dirigenten, dessen Handschrift schon nach wenigen Wochen deutlich sichtbar wird.

Brechend voll war der Theatersaal des Franziskuswerks beim traditionellen Jahreskonzert der Blaskapelle Schönbrunn. Dieser Abend bot nicht nur vom Musikalischen her viele Überraschungen. Erstaunt zeigten sich viele Besucher durch die Ankündigung, dass Robert Egg die musikalische Leitung übernimmt.

Egg, der Musiker mit Leib und Seele ist, löste den langjährigen musikalischen Leiter Karl-Heinz Ziegler ab, der 45 Jahre diesem im Landkreis und darüber hinaus bekannten Blasmusik-Orchester angehörte und es über 20 Jahre geleitet hat. Wie zu erfahren war, soll Ziegler aus privaten Gründen ausgeschieden sein.

Die Blaskapelle Schönbrunn hat mit Robert Egg, der Konrektor an der Weichser Realschule ist und schon seit vielen Jahren auch bei den Dellnhauser Musikanten die Trompete bläst, einen neuen Dirigenten gewonnen, der das musikalisch hohe Niveau des Orchesters weiterhin garantieren kann. Das hat er schon in den sechs Wochen Vorbereitungszeit auf das Jahreskonzert bewiesen.

Wie der Vorsitzende der Blaskapelle, Manfred Leitenstorfer, fand, trug das Konzert bereits die Handschrift von Egg, dem die Musik in die Wiege gelegt wurde. Sein Vater war viele Jahre Organist in Schönbrunn und in anderen Kirchen, und auch der neue Dirigent saß schon mit fünf Jahren am Klavier und hat bei der Blaskapelle Schönbrunn mit elf Jahren mit der „Trompeterei“ begonnen.

Das Konzert selbst lieferte den Beweis, dass Schönbrunn viel viel mehr bietet als Bierzeltmusik. So reichte das Repertoire von der Katharinen-Polka über bekannte Filmtitelmelodien bis hin zu „Selections from Starlight Express“. Diese Melodienfolge aus dem gleichnamigen Musical wurde mit besonders viel Beifall bedacht. Aber auch die Glenn-Miller-Parade begeisterte das Publikum.

Die Vielfalt des Repertoires der Schönbrunner zeigte sich im Holzschuhtanz aus der Oper „Zar und Zimmermann“ und der Phantasie „Verwehte Blumen“. Viele Solis beinhaltet der Florentiner-Marsch. Hier handelt es sich um den Lieblingsmarsch des neuen Dirigenten, und den wollte man den begeisterten Konzertbesuchern nicht vorenthalten.

Eine echte musikalische Überraschung waren „die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“, als die Musiker fürs Publikum zu Sängern wurden. Mit den verschiedensten Instrumenten imitierten sie bei diesem Stück das Scheppern, Jaulen und Krachen fantastisch.

Eine Erstaufführung war der Kanon „Quod libet“, wo die Zuhörer zum Singen aufgefordert wurden. Das gelang zuletzt sogar zwölfstimmig.

Elisabeth Markl stellte den Flöten- und Klarinettennachwuchs der Kapelle vor, der sich mit „Bella Bima“ und „Der Kuckuck und der Esel“ in die Herzen der Volksmusikfreunde spielte. Es ging Schlag auf Schlag: Auch die „Scheebrunna Danzlmusi“, die seit vier Jahren bei Volkstanzveranstaltungen sehr gefragt ist, erfreute mit einem Walzer und dem Galopp „Auf und davon“. Wiederum zur Überraschung der Besucher kam hier erstmals der Ziach-Spieler Alexander Rudolf zum Einsatz.

„Thank You for the Music“ von ABBA und der Hoch-und Deutschmeister-Regimentsmarsch bildeten die beiden Zugaben, ohne die das Orchester die Bühne nicht verlassen durfte. Dass die Blaskapelle aus Schönbrunn nicht wegzudenken ist und sowohl das kirchliche als auch das kulturelle Leben bereichert, betonte Markus Tolksdorf, der Vorsitzende des Vorstands der Viktoria-von-Butler-Stiftung, und die große Gästeschar bestätigte diese Aussage mit einem donnernden Schlussapplaus.

ost

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