Mehr Einnahmen als erwartet

Petershausen kann unerwartet Schulden abbauen

Petershausen – Die Jahresrechnung 2015 der Gemeinde Petershausen legten Kämmerer Daniel Stadelmann und Bürgermeister Marcel Fath im Gemeinderat vor. Mit mehr als 14 Millionen Euro lag das Gesamtvolumen gut 148 300 Euro oder 1,06 Prozent über dem Haushaltsansatz.

Die Gründe nannte Bürgermeister Fath gleich zu Beginn dieses Tagesordnungspunktes: „Grundstücksgeschäfte verzögerten sich, und so haben wir manch eingeplantes Geld nicht ausgegeben.“ So könne die Gemeinde theoretisch vermehrt Rücklagen aufbauen, doch seien die geplanten Investitionen so wichtig, dass sie jetzt getätigt werden müssten: „In zehn Jahren ist das zu spät.“

Aber die ausstehenden Grundstücksgeschäfte sind nur die halbe Miete. Wie Kämmerer Stadelmann erläuterte, sprudeln auch die Steuereinnahmen ordentlich. Mit gut 10,154 Millionen Euro fielen diese Einnahmen im Verwaltungshaushalt rund 750 000 Euro höher als erwartet aus. Allein die größte Einnahmequelle, der Einkommensteueranteil, fiel mit über 4,7 Millionen knapp 172 000 Euro höher aus als erhofft. Auch die Gewerbesteuer brachte es mit gut 1,973 Millionen auf ein Plus von mehr als 273 000 Euro.

Drittgrößter Einnahmeblock waren 2015 mit fast 1,4 Millionen Euro die sonstigen Zuweisungen. Größter Posten bei den Ausgaben war mit gut 2,9 Millionen Euro die Kreisumlage. Auf Platz zwei kamen die Zuweisungen und Zuschüsse mit mehr als 2,3 Millionen Euro. Mit über 1,3 Millionen lagen die Personalkosten sogar knapp 38 000 Euro niedriger als geplant.

Aufgrund verminderter Ausgaben und erhöhter Einnahmen konnte Stadelmann knapp zwei Millionen Euro dem Vermögenshaushalt zuführen. Diese Zuweisung speisten so hauptsächlich den Vermögenshaushalt von über 3,954 Millionen Euro zusammen mit gut 1,604 Millionen alter Rücklagen. So war die geplante Aufnahme von 1,6 Millionen Euro neuer Schulden 2015 nicht erforderlich.

Der Schuldenstand sank vielmehr auf gut 4,8 Millionen Euro. Daniel Stadelmanns Fazit: „Wir stehen finanziell nicht so schlecht da. Das wird oftmals schlechter geredet als es ist."

rds

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