Ausgezeichnet: Kommandant Ernst Zethner (l.) und Kreisbrandinspektor Paul Steier (r.) ehrten Josef Moosbauer (2.v.l.) und Johannes Lembert (3.v.l.). foto: ink

Jahresversammlung

Feuerwehr Eschenried-Gröbenried will selbst neue Garage bauen

Eschenried - Die Feuerwehr Eschenried-Gröbenried hat ihre Jahresversammlung abgehalten. Die Helfer blickten auf das Jahr 2015 zurück und besprachen Pläne für die kommenden Monate.

Zu 23 Einsätzen rückte die Freiwillige Feuerwehr Eschenried-Gröbenried im verganggenen Jahr aus. „Für eine kleine Feuerwehr gar nicht wenig“, erklärte Kommandant Ernst Zethner in seinem Rückblick bei der Jahresversammlung in der Gaststätte Kreuzhof. Die Zahl der Einsätze, die auch außerhalb der Gemeinde stattfanden, hat sich erhöht, seit die Wehr Atemschutzträger hat. Um sich auf den Ernstfall vorzubereiten, gab es in Gröbenried beim Fluggelände des Aero-Clubs Dachau eine große Übung. Neuland betreten hatte die Feuerwehr, als sie beim „Life World Run“, einer Massenveranstaltung die durch das Moos führte, Sicherungsmaßnahmen traf.

Außer dem ehrenamtlichen Dienst bei Brandbekämpfung, Unfallrettung und technischen Hilfeleistungen nahmen die Männer aus Eschenried und Gröbenried zusätzliche Aufgaben in ihren Ortschaften wahr, von der Hydrantenwartung über Müllentsorgung bis hin zu Baumfällarbeiten rund um das Eschenrieder Kulturhaus, in dessen Anbau die Wehr ihr Domizil hat.

Das ursprüngliche kleine Feuerwehrgerätehaus musste im Zuge der Neugestaltung der Außenanlagen weichen. Da aber eine Unterstellmöglichkeit für das Mehrzweckfahrzeug benötigt wird, gibt es zwei Alternativen: Entweder die Gemeinde finanziert eine Fertiggarage zum Preis von 20 000 Euro oder als „optimale Lösung“ könnte in Eigeninitiative und mit zusätzlichem finanziellen Aufwand eine komfortablere Garage gebaut werden. Die Gemeinde übernimmt in diesem Fall lediglich die Materialkosten. Kommandant Zethner ließ in der Versammlung nach einer kontroversen Diskussion abstimmen. Vorläufiges Ergebnis: Die junge Mannschaft steht voll hinter dem Eigenbau, „um das Bestmögliche für die Zukunft zu erstellen“.

Um den Nachwuchs muss sich die Wehr derzeit keine Sorgen machen, denn 2014 gab es vier Neuzugänge, und zwei weitere junge Männer stellten sich in der Versammlung vor. Weil die Mischung aus erfahrenen älteren und jungen Mitgliedern passt, läuft es so gut im Moos.

Auch Kreisbrandinspektor Paul Steier zollte den Kameraden Respekt, nachdem er „die stolze Leistungsbilanz“ gehört hatte. Im Moos sei immer etwas los, sagte er. Damit bezog er sich auch auf das von Kommandant Ernst Zethner vorgestellte ehrgeizige Übungs- und Ausbildungsprogramm im Jahre 2015 und die Pläne für dieses Jahr. Die Schwerpunkte liegen beim Atemschutz, bei der Maschinisten- und Truppmannausbildung, bei der Praxis mit dem neu installierten Digitalfunk und bei den vorgesehenen Leistungsprüfungen.

Steier freute sich zu hören, dass die Planungen für den Feuerwehraktionstag im September auf dem Bergkirchner Schulgelände laufen. Die acht Gemeindefeuerwehren aus Bergkirchen werden sich mit ihren modernen Einsatzfeuerwehren vorstellen, und es soll eine Jugendleistungsprüfung stattfinden.

Bei der Jahresversammlung wurde außerdem mit Interesse aufgenommen, dass die Altersgrenze für den aktiven Dienst von Einsatzkräften von 63 auf 65 beziehungsweise 67 Jahre angehoben werden soll. Außerdem zeichnete Kommandant Ernst Zethner zwei besonders verdiente Kameraden und Amtsträger aus: Der langjährige Schriftführer Johannes Lembert bekam die Ehrenurkunde für 30-jährige Mitgliedschaft. Josef Moosbauer hat sich in 50 Jahren verdient gemacht, „weil er immer zur Stelle ist“ und in exzellenter Weise dafür sorgt, dass die Kasse stimmt. Zethner hofft jetzt „auf weitere Mithilfe“. ingrid koch

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