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Referierten bei der FWG Altomünster: Josef Wiedmann, Michaela Steiner und Hubert Güntner.

Freie Wähler Altomünster

Kritik am geplanten Büchereiumzug

Altomünster - Bei der Jahresversammlung der Freien Wählergemeinschaft Altomünster wird traditionell viel diskutiert. Vor allem über die Themen, die die Kommune direkt angehen. Im Mittelpunkt standen jedoch auch Berichte aus dem Kreistag und vom zweiten Bürgermeister Josef Wiedmann.

Vor rund 20 interessierten Zuhörern und der Vize-Fraktionsvorsitzenden der Landkreis-FW im Kreistag, Michaela Steiner, sprach Altomünsters FWG-Chef Hubert Güntner das große Landkreisthema Asyl an. Waren es im Vorjahr noch rund 1200 Asylbewerber, müsse man zum Jahresende mit etwa 3200 rechnen, falls der Zuzug von 66 Personen pro Woche unvermindert anhält. In Altomünster würde die Zahl dann von 108 Asylsuchende auf 142 ansteigen. Hubert Güntner sparte dabei nicht mit Lob für den örtlichen Helferkreis. „Es gibt so gut wie keine Probleme.“

Doch es kämen noch ganz andere Herausforderungen auf den Landkreis zu. Güntner zitierte Progmosen des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum, nach denen bis 2030 mit einem Zuzug von 40 000 Personen gerechnet werden müsse. Die Hälfte davon verteile sich sicherlich auf Karlsfeld und Dachau, doch der Rest bleibe in den S-Bahn-Anliegergemeinden, wie etwa Altomünster. Daher müsse dringend an einem neuen Verkehrskonzept gearbeitet werden. Was die Schulsituation betrifft, sei der Landkreis auf einem guten Weg mit vier Realschulen, drei Gymnasien und der FOS in Karlsfeld. Als Versäumnis wertete Güntner, dass es in Indersdorf ab September auch nur wieder einen Zweig Wirtschaft/Verwaltung/Sozialwesen geben wird wie in Karlsfeld. „Wir brauchen Ingenieure“, bekräftigte Prof. Dr. Wilhelm Liebhart mit einem Zwischenruf. Sinn mache auch das geplante vierte Gymnasium in Karlsfeld, weil man damit Synergien nutze.

Michael Reiter berichtete aus dem Gemeinderat. Eines seiner Themen war die Sanierung des Gebäudes Schultreppe 4, in die die Marktgemeinde zusammen mit der Städtebauförderung in den nächsten Jahren rund 1,8 Millionen Euro investieren wird. Unter anderem soll dorthin die Gemeindebücherei ziehen, die vor zwei Jahren erst im gegenüberliegenden Haus, Schultreppe 3, von Grund auf renoviert wurde. „So schöne Räume wie jetzt wird man in dem alten Haus nicht bekommen“, zeigte sich Wilhelm Liebhart sicher. Sie seien dort extra so für die Bücherei konzipiert worden. Prioirität sollte nach Vorschlag der Verwaltung die Barrierefreiheit für die Bücherei und ein sich geschlossener Kindergarten haben. „Nicht jeder Vorschlag, der von der Verwaltung kommt, ist optimal“, so Liebhart. Gleiches könne man erreichen, wenn der Musikverein umzieht ins Haus Nummer 4. „Das wäre sogar ein eleganterer Zugang mit den Instrumenten“, bekräftigte Wolfgang Henkel. Hubert Güntner versprach, diesen neuen Ansatz im Gemeinderat zur Sprache zu bringen.

Froh zeigte sich Michael Reiter in seinem Bericht über den Fortbestand des Skilifts in Randelsried, der vor allem von Kindern gern genutzt wird. Vor einiger Zeit sei der Lift kurz vor dem Aus gestanden, konnte aber durch den Einsatz einiger Bürger, darunter auch Mitgliedern der Freien Wählergemeinschaft, gerettet werden. Der Lift sei nicht nur kostengünstig, sondern offenbar sehr attraktiv. Reiter: „An den Tagen, an denen Skifahren möglich ist, herrscht reger Betrieb.

Nächster Termin der Freien Wähler ist der politische Aschermittwoch des Kreisverbandes am 10. Februar, 19 Uhr, im Gasthaus Lachner in Stetten. Gastredner sind Christine Degenhardt und der Landrat von Garmisch-Partenkirchen, Anton Speer.

Sabine Schäfer

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