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1000 Oldtimer und Tausende begeisterte Oldtimerfans: Rekord

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Bulldog an Bulldog: Beim 17. Oldtimertreffen in Hirschenhausen wurden sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Besuchern alle Rekorde gebrochen.
Bulldog an Bulldog: Beim 17. Oldtimertreffen in Hirschenhausen wurden sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Besuchern alle Rekorde gebrochen. © Josef Ostermair

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause gab es eine Rekordbeteiligung beim Oldtimer-Treffen in Hirschenhausen - und das in zweifacher Hinsicht.

Hirschenhausen – Einen neuen Rekord sowohl bei den Teilnehmern als auch den Zuschauern gab es beim 17. Oldtimer-Treffen in Hirschenhausen. Schon um 9 Uhr vormittags bildeten sich kleine Staus an den Ortseingängen, verursacht von den vielen alten Bulldogs, Automobilen und Motorräder aus Großvaters Zeiten.

Gegen 11 Uhr war es dann so weit, dass das riesige Ausstellungsgelände keine weiteren Fahrzeuge mehr fassen konnte und die von da an ankommenden Oldtimer in Wiesen in der Nähe verwiesen werden mussten.

„So was gab’s noch nie“, sagte ein betagter Hirschenhausener, und auch der Vorsitzende der Oldtimerfreunde, Thomas Hofmann, erklärte, dass er von über tausend Fahrzeugen ausgehe, was wiederum Rekordbeteiligung bedeuten würde. Dass es deutlich mehr Gäste waren als in den Jahren zuvor, zeigte sich auch bei der Essens- und Getränkeausgabe im Pfarrstadel, wo sich mehrere lange Schlangen bildeten.

Hofmann führt den großen Ansturm darauf zurück, dass all die Oldtimerfreunde nach zwei Jahren Pandemiepause auf dieses Treffen heiß waren und auch das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte. Erst nach der Mittagszeit wurde es etwas ruhiger.

Nahezu jedes Bulldog-Fabrikat aus der Nachkriegszeit war mehrfach vertreten. Dennoch fiel auf, dass die alten, doch sehr begehrten Lanz-Modelle aus der Vorkriegszeit weniger werden.

Ein besonderes im schwarzen Glanz erstrahlendes Lanz-Unikat, einen 25er-Glühkopf D 7601, präsentierte Martin Schmidl aus Gachenbach. Der Ruheständler verhehlte nicht, dass er mehr als ein halbes Jahr viele Stunden restauriert habe.

Auch bei den zur Schau gestellten Automobilen hat die Zahl deutlich zugenommen. Da stach ein Chevorlet C 3100, Baujahr 1955, mit einer Leistung von 400 PS ins Auge. Dieses Fahrzeug steuerte Robert Birner aus Jetzendorf. Eine Augenweide war aber auch der rote Volvo P 210 Duett, der mit 75 PS 1967 die Werkstore verlassen hat. Sein Besitzer, Georg Schaller aus München, versicherte, kein Oldtimertreffen in Hirschenhausen zu versäumen.

Stolz auf den Daimler Benz seines Opas Richard Thoma ist der 14-jährige Ludwig Wimmer aus Hof bei Erdweg. Dieses 1953 gebaute Auto vom Typ 170 DS hat eine Leistung von 14 Pferdestärken. Opa Richard hat es komplett zerlegt und wieder zusammengebaut, sodass es heute ein Glanzstück ist.

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Zwei Sportwagenfreunde aus dem Raum Aichach fielen durch einen weinroten 140 PS-starken Alfa Romeo-Sportwagen aus dem Jahre 1939 und einen himmelblauen Amilca-Oldtimer aus dem Jahre 1924 auf.

Ein „Amischlitten“-Fan ist Schorsch Rieger aus Weichs. Er fuhr mit einem 300 PS Ford Mercury Monterey vor, einem Fahrzeug, das 1963 in Kalifornien zugelassen wurde, aber noch null Rost angesetzt hat.

Groß war das Spektrum der alten Motorräder. Mit einer 2,5 PS-Rixe, die 1953 in Bielefeld gebaut wurde, kam Thomas Haberland aus Jetzendorf nach Hirschenhausen. Ein weiterer Jetzendorfer, Ruppert Leimberger, hat sich für einen Sachs-Express, Baujahr 1950, entschieden, den er von Franz Deml – ebenfalls ein Jetzendorfer – erworben hat. Was dieses Schnauferl so schön und wertvoll macht, ist der Original-Zustand.

 Spaß auf einem alten Lanz: Alexander (11) und sein Bruder Jeremias (7) aus Hohenwart.
 Spaß auf einem alten Lanz: Alexander (11) und sein Bruder Jeremias (7) aus Hohenwart. © Josef Ostermair

Eine NSU Fox aus dem Jahre 1951 fährt Heinz Fischer von den Oldtimerfreunden aus Aresing, und Oldtimer-Sammler Franz Tränkl aus Irchenbrunn hat sich für die Fahrt nach Hirschenhausen für eine Wanderer-Maschine, Baujahr 1952 entschieden, die seinen Worten zufolge unverwüstlich ist und auch nach zwei Jahren Stillstand keine Startprobleme kennt.   

Zu den gezeigten Raritäten gehörte auch die 59 Jahre alte Vespa von Oliver Koschella aus Dachau. Dieser Roller ist noch im Originalzustand, nur den Heckträger hat Koschella mal lackiert. Mit alten Motorrädern sind auch Leonhard Michl und dessen Sohn Thomas aus Thalhausen angereist. Der Vater fährt eine Imperia, Baujahr 1930, während sich der Sohn mit einer leistungsschwächeren NSU Fox begnügen muss. Nicht nur auf den alten Traktoren, auch bei einer Minitruck-Vorführung schlugen die Herzen der vielen Kinder höher.

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