Die Gruppe „Geh ma steil“ freute sich über den zweiten Platz in der Wertungsklasse 1 riesig.
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Super gelaufen! Die Gruppe „Geh ma steil“ freute sich über den zweiten Platz in der Wertungsklasse 1 riesig.

Challenge des TSV Jetzendorf ein voller Erfolg – Einige nette Begebenheiten am Rande

304 Teilnehmer laufen 45 851,70 Kilometer

Jetzendorf – Die vom TSV Jetzendorf vom 1. bis 31. Mai veranstaltete Laufchallenge hat alle Erwartungen übertroffen. Als die Verantwortlichen im TSV am 31. Mai um 21 Uhr den Wettbewerb für beendet erklärten, standen 45 851,70 Kilometer zu Buche, die von 304 Teilnehmern in 43 Gruppen als Läufer, Jogger, Walker oder Wanderer zurückgelegt wurden. Das entspricht einem Teilnehmer-Durchschnitt von 150,83 Kilometern.

Sieben Teilnehmer waren allerdings nur angemeldet und sind nicht an den Start gegangen.

Durchschnittlich waren die Teilnehmer pro Tag 1480 Kilometer auf Schusters Rappen unterwegs. In den letzten drei Tagen des Wettbewerbs gaben die ehrgeizigen Sportler noch einmal richtig Gas und absolvierten 2000 Kilometer pro Tag.

Gewinner wurden in drei verschiedenen Wertungsklassen ermittelt, es gab aber auch eine Einzelwertung. Älteste Teilnehmerin war die 86-jährige Christl Maucher, die sich das Jahr über in der TSV-Rücken-/Seniorengymnastik fit hält und bei der Challenge immerhin 48 Kilometer zurücklegte. Die neunjährige Josefina Riedmair (55 Kilometer), die zehnjährige Ida Betzin (328 Kilometer) und die elfjährige Elena Appel (45,5 Kilometer) waren die jüngsten Mitstreiterinnen.

Älteste Teilnehmerin war die 86-jährige Christl Maucher.

Julia, Christian, Amelie und Elisa Götz, die es in der besten Gruppe, den „Oachebeasausern“, auf 2031 Kilometer brachten, waren die sportlichste Familie. Die Familie von Bürgermeister Manfred Betzin, die auch unter „Oachebeasauser“ firmierte, legte allerdings bei nur mit vier Teilnehmern 1648 Kilometer zurück. Mit starken 500 Kilometern führte der Bürgermeister selbst die Familienleistung an, vor Ehefrau Uschi (420 Kilometer) und den Kindern Maxi (400 Kilometer) und Ida (328 Kilometer). Der Gemeindechef hat seinen Isar-Trail von München über Freising nach Allershausen mit 50,45 Kilometern Länge in 6:35:12 Stunden (Pace: 7:49 Minuten/Kilometer) bewältigt. Das war vermutlich der längste Lauf am Stück im gesamten Wettbewerb.

Während der Laufchallenge ergaben sich natürlich auch eine Reihe netter Begebenheiten: So stellte eine Dame aus der Seniorengymnastikgruppe fest, dass sie nun viel weniger Schmerzen in den Knien verspürt.

Besonderen Grund zur Freude hat Tobias Neumann aus der Gruppe der „Fredfreunde“, denn er hat durch die Laufchellenge seinen ersten Halbmarathon geschafft. Kerstin Todt aus der Gruppe „Jetzendorfs vorletzte Kriecher“ war mit ihrem Hund unterwegs und wurde von einem Hagelschauer erwischt. Sie war nass bis auf die Unterwäsche und konnte ihr Handy nur retten, indem sie es in einen – unbenutzten – Hundekotbeutel steckte.

Zwei Mütter aus der Gruppe „Die Sandmännchen“ hatten aufgrund eines Unfalls mehrere Operationen hinter sich. Nach mehreren Brüchen und dem Implantieren einer Teilprothese fanden beide durch die Laufchallenge wieder ein Stück mehr zurück ins „normale Leben“, wie sie meinten.

Lowa-Chef Alex Nicolai aus der Lowa-Laufgruppe nutzte die gelaufenen Kilometer doppelt und vor allem sinnvoll, denn lief gleichzeitig einen virtuellen Charity-Halbmarathon. Die Distanz über 21,11 Kilometer bewältigte der sportliche CEO in einer Zeit von 1:31:21.

An Internationalität gewann der Wettbewerb durch die in Schweden lebende Familie Niedermaier, die 297 Kilometer lief.

Der stellvertretende TSV-Vorsitzende Frank Mießen freute sich, dass auch aus dem Lager der zahlreichen Sponsoren eine beachtliche Zahl an Sportlern teilnahm. Stark waren hier die Lowa-Mitarbeiter (28 Teilnehmer mit 3500 Kilometern) sowie die Mitarbeiter von Micronova in Vierkirchen (fünf Teilnehmer mit 699 Kilometern).

Eine Abschlussveranstaltung mit Preisverteilung soll – sofern es die Hygienevorschriften zulassen – im Juli folgen.

ost

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