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Viel Zustimmung fanden die Pläne von T ina Gerrer und Michael Grünwald.

Neues Jetzendorfer Rathaus

Ortstypische Formen erhalten

Die Architekten Tina Gerrer und Michael Grünwald stellen ihre Pläne für neues Jetzendorfer Rathaus vor. Bürgermeister Betzin ist vor allem eines wichtig.

Jetzendorf – Die Architektin Tina Gerrer hat dem Jetzendorfer Gemeinderat zusammen mit ihrem Vater, dem Diplom-Ingenieur Michael Grünwald aus Aichach, die Entwurfsplanung für den Rathausneubau vorgestellt.

Das Rathausparlament zeigte sich beeindruckt von der Planung des stattlichen Gebäudes, das auf dem jetzigen Rathaus-Parkplatz entstehen soll. Vor allem das Walmdach hatte es den Gemeindevertretern angetan, weil so eine Dachform gewählt wurde, die man schon auf dem jetzigen Rathaus vorfindet, das als mögliches Bürgerhaus erhalten werden soll. Eine direkte Verbindung zwischen Alt- und Neubau ist allerdings nicht vorgesehen. Es gibt aber einen überdachten Bereich zwischen beiden Häusern, der bei Veranstaltungen auch als Unterstand genutzt werden könnte.

Vom Stil her will man laut Architektin ortstypische Formen erhalten. Bürgermeister Manfred Betzin (CSU) ist davon überzeugt, dass mit dem 1,9 Millionen Euro teuren Neubau das Ortszentrum aufgewertet wird. Es soll nämlich auch ein repräsentativer Vorplatz mit Brunnen entstehen. Das Verwaltungsgebäude selbst wird mit einem Aufzug ausgestattet. Die Gestaltung des Entwurfs wurde die ganze Planungszeit über intensiv von dem „Arbeitskreis Rathausbau“ begleitet.

Im Keller des geplanten Gebäudes sind Lagerräume, Registratur und Archiv vorgesehen. Die Hauptämter wie das Einwohnermeldeamt und die Kämmerei finden im Erdgeschoss Platz. Im ersten Stock sind das Büro des Bürgermeisters, das des Geschäftsleiters sowie Bauamt, Personalbüro und ein großer Besprechungsraum vorgesehen.

Im Dachgeschoss gibt es ein Foyer vor dem Trauungszimmer, das im Gegensatz zu dem 76 Quadratmeter großen Sitzungssaal auch keine Dachschräge hat. Im Sitzungssaal selbst gibt es keinen offenen Dachspitz.

Die Bruttogrundfläche in dem neuen Gebäude wird mit 1027 Quadratmeter beziffert. Es entsteht eine Hauptnutzfläche (ohne Lagerräume und WC‘s) von 383 Quadratmetern. Die Planung der Architekten sieht auf dem Grundstück auch 13 Stellplätze für Bedienstete und drei Besucher-Parkplätze vor.

Für den Plan, den die Gemeinde spätestens mit Beginn des Jahres 2019 beim Landratsamt zur Genehmigung einreichen will, gab es seitens der Gemeinderäte zahlreiche Ergänzungsvorschläge, die aber größtenteils bereits die Detailplanung betreffen.

Dass die Planung Barrierefreiheit gewährleistet und sich der Mittelteil des neuen Gebäudes wie beim bestehenden Rathaus etwas abhebt, begrüßte der Seniorenbeauftragte im Gemeinderat, Jochen Lojewski (CSU). Gemeinderätin Ruth Kudorfer (Freie Bürger) erklärte, über die im Plan dargestellte Fensterfront nicht glücklich zu sein. Wie ihr Grünwald erklärte, habe man sich da auch an die Arbeitsplatz-Richtlinien gehalten. „Aber schöner ist es mit mehr Fenstern“, so Kudorfer, der Geschäftsleiter Stefan Schmid insofern widersprach, dass man „Schießscharten“ vermeiden wolle.

Wichtig an der Planung ist es Bürgermeister Betzin, dass die drei Gebäude (Neubau, altes Rathaus und Postwirt) von ihrer Form her ein stimmiges Bild ergeben. „Wir wollen uns kein Denkmal bauen, der Arbeitskreis hat sich beim Raumprogramm auf das Notwendigste beschränkt“, unterstrich Betzin. Mit dem nun einstimmig beschlossenen Entwurf will man im Landratsamt vorstellig werden. 

Josef Ostermair

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