Nach Austritten

Helferkreis stellt sich neu auf

Der Asylhelferkreis in Jetzendorf wehrt sich gegen Gerüchte einer drohenden Auflösung nach einer Reihe von Austritten. Vielmehr bleibe man am Ball und stelle sich auch neu auf.

Jetzendorf – Dass schlagartig zehn Helfer im Asyl-Helferkreis Jetzendorf hingeschmissen haben hat für Aufregung in Jetzendorf und darüber hinaus gesorgt. Die verbliebenen 33 Helferinnen und Helfer sowie die Verantwortlichen bei der Caritas in Pfaffenhofen legen aber Wert auf die Feststellung, dass sie weiter in diesem Gremium ehrenamtlich tätig sein wollen.

Bei einem Pressegespräch im Jetzendorfer Pfarrheim, bei dem die Diplom-Sozialpädagogin Gebriele Störkle von der Caritas Pfaffenhofen, Gabriele Pulm-Muhr von der Asylsozialberatung der Caritas, die weiter im Helferkreis tätige Prof. Dr. Ursula Gross-Dinter und eine weitere Helferin teilnahmen, wurde klar gemacht, dass sich der Helferkreis entgegen verschiedener Gerüchte nicht aufgelöst hat.

Es gebe für die aus Afghanistan kommenden jungen Männer nach wie vor Arbeitskreise wie Deutschförderung, Arbeit und Ausbildung, Freizeit und natürlich auch eine Präsenzgruppe. Ein dreiköpfiges Team im Helferkreis halte Kontakt zur Caritas und zum Landratsamt. Zudem gebe es drei Leute, die den Helferkreis interimsmäßig koordinieren.

Im Gegensatz zu früher wolle der Helferkreis keine starke Leitung sondern lieber ein gleichberechtigtes Sprecherteam. „So läuft es auch in anderen Helferkreisen ganz erfolgreich“, sagte Gabriele Störkle. Laut Gross-Dienter gibt es auch regelmäßige Treffen des gesamten Helferkreises. Als sich unterschiedliche Haltungen im Helferkreis andeuteten und Konflikte anbahnten, habe es laut Gross-Dienter ein Geprächsangebot mit einem externen Moderator gegeben, was aber leider sowohl von der zurückgetretenen Vorsitzenden, Christine Knodel, als auch von Bürgermeister Manfred Betzin abgelehnt worden sei.

Der aktuelle Helferkreis ist aber guter Dinge, dass es zusammen mit der Caritas gut weitergeht. Pulm-Muhr hat sogar festgestellt, dass es seit dem „reinigenden Gewitter“ bei ihr in der Sprechstunde zu deutlich mehr Kontakten kommt als zuvor. Besonders in der Arbeitsvermittlung arbeite man sehr erfolgreich.

Nicht zu übersehen sei für die Helfer aber auch, dass die psychische Belastung bei den Flüchtlingen und die Angst vor Abschiebung von Woche zu Woche steigt. Viele seien absolut verzweifelt, da komme es auch vor, dass aggressive Handlungen nicht ausbleiben.

ost

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