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Großes Repertoire: Die Blaskapelle Petershausen mit Dirigentin Katrin Czerny begeisterte beim Dreikönigskonzert in Jetzendorf. 

Von der Oper bis zur Filmmusik

Blaskapelle Petershausen begeistert bei Dreikönigskonzert

Traumhaft schöne Musik bot die Blaskapelle Petershausen unter der Leitung von Katrin Czerny den 200 Zuhörern bei ihrem Dreikönigskonzert in der Schulturnhalle in Jetzendorf.

 „Von der Oper bis zur Filmmusik“ war das Motto des Programms, das zu Beifallsstürmen hinriss. Das große Orchester zeigte mit vielen jungen Musikern, dass Blasmusik viel mehr ist als Bierzeltmusik.

Das ging schon beim Auftakt los, als die Petershauser mit „Also sprach Zarathustra“ Richard Strauß auf die Bühne holten. Auch Elvis Presley nutzte das Stück als triumphale Einleitung seiner Konzerte. Mit viel Beifall bedachten die Blasmusikfreunde auch die Musik aus dem Musical „My Fair Lady“.

In Alfred Bösendorfers „Deutschlandbildern“ werden die Republik und die Deutschen aus den verschiedensten Blickwinkeln in all ihrer Vielfalt, von der sanften Waldandacht über die elegante Polka und den majestätischen Rhein bis hin zum lebhaften Adam mit seinen Söhnen skizziert. Manfred Hildner, der zusammen mit Katharina Kargl mit viel Humor durchs Programm führte, verriet dem Publikum, dass Bösendorfer nur ein Pseudonym von Kees Vlak war, dessen Werk „New York Overtüre“ die Blasmusikfans auch schon von den Petershausern zu hören bekommen haben.

Ein weiteres Juwel der dargebotenen Unterhaltungsmusik war der Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms. Die Blaskapelle Petershausen bediente sich mit dem Stück „In aller Kürze“ auch den Werken des gefragten österreichen Komponisten Thomas Asanger. Viele seiner Kompositionen sind Pflichtstücke bei diversen Orchester-Wettbewerben im In-und Ausland.

Mit dem Venezia-Marsch von Gaetano Fabiano ging’s in die Sektpause und gleich zu Beginn des zweiten Konzertteils durfte man mit „The Drunken Sailor“, „Young Band Rock“ und „Pirates of the Caribbean“ dem Jugendensemble des Orchesters lauschen, bei dem ein zweiter Dirigent heranreift: Nic Becker schwingt dort den Taktstock, der in der großen Kapelle normalerweise Saxaphon und Schlagzeug spielt.

Bei „Sandpaper Ballet“ von Leroy Anderson wurden die drei Vorstände der Kapelle (Robert Boser, Ulrich Czerny und Manfred Hildner) sehr zur Gaudi des Publikums kreativ: Aus einem Hackstock ein Ebenbild der Dirigentin zu schnitzen, schlug zwar fehl; dass aber doch noch ein Mönch mit Weinkrug entstand, feierten die Zuschauer als Erfolg.

Im Programm ging’s mit „Two Worlds“ von Phil Collins weiter, der zum Zeichentrickfilm „Tarzan“ unvergessene Songs beisteuerte. Dass man mit Vroni und Nic Becker große Talente hat, zeigte eine Ehrung: Die beiden hatten sich beim Musikbund für Ober- und Niederbayern fortgebildet und waren aufgrund ihrer musikalischen Leistung mit dem Silbernen Leistungsabzeichen belohnt worden.

Der Salemonia-Marsch von Kurt Gäble sollte der Schlusspunkt sein, doch da hatten die Musiker die Rechnung ohne ihr Publikum gemacht. Das erklatschte sich noch einige Zugaben aus dem Marschbuch. Josef Ostermair

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