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Hirschenhauser Feuerwehr kann ihr neues Gerätehaus endlich beziehen

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Symbolische Schlüsselübergabe: Kommandant Josef Mailer, Vereinschef Josef Heinzelmeier und Vize-Bürgermeister Leonhard Sedlmeier (v.l.).
Symbolische Schlüsselübergabe: Kommandant Josef Mailer, Vereinschef Josef Heinzelmeier und Vize-Bürgermeister Leonhard Sedlmeier (v.l.). © Ostermair

Die Hirschenhauser Feuerwehr kann ihr neues Gerätehaus endlich beziehen. Das wurde mit einem großen Fest gefeiert.

Hirschenhausen – Fast 15 Jahre hat die Freiwillige Feuerwehr Hirschenhausen darauf warten müssen, doch am Pfingstsonntag durfte es endlich eingeweiht werden: Das neue Feuerwehr-Gerätehaus ist fertig.

Klein, aber fein: das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Hirschenhausen.
Klein, aber fein: das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Hirschenhausen. © Ostermair

Bei der feierlichen Einweihung waren die Hirschenhauser Floriansjünger natürlich nicht alleine, auch eine Reihe von Nachbarfeuerwehren nahmen ebenso an den Einweihungsfeierlichkeiten teil wie alle Ortsvereine sowie Trachtler, Schützen, Veteranen und Gartler aus Jetzendorf. Den großen Festzug durch den führte die Steinkirchner Blaskapelle an.

Kirchlicher Segen: Pater Lukas lobte die Hirschenhauser vor allem für deren gelebten Gemeinschaftssinn, der auch beim Neubau deutlich wurde. 	fotos. ost
Kirchlicher Segen: Pater Lukas lobte die Hirschenhauser vor allem für deren gelebten Gemeinschaftssinn, der auch beim Neubau deutlich wurde. fotos. ost © Ostermair

„Wer glaubt, ist nicht allein“, mit diesen Worten des emeritierten Papstes Benedikt XVI. eröffnete Pater Lukas aus Scheyern die Festmesse. Er betonte, dass ein Dorf nur funktionieren könne, wenn man so wie in Hirschenhausen zusammenhält. Es lohne sich immer wieder, sich für den Mitmenschen zu öffnen.

Papst Benedikt XVI. zitiert

Feuerwehr-Vorstand Josef Heinzelmeier zeigte der Festversammlung auf, dass eine lange Planungsphase hinter dem Neubau des Gerätehauses in der Dorfmitte liegt. Schwung sei erst mit dem Abriss des alten Hauses an gleicher Stelle reingekommen. Stolz ist Heinzelmeier, dass beim Neubau großartige Eigenleistung erbracht wurde. „Der Rohbau, der Innenausbau, die Installationen und die Außenanlagen sind komplett ehrenamtlich von uns geschaffen worden“, unterstrich der Vorstand. 2785 Arbeitsstunden haben die Kameraden geleistet. Manche hätten sogar ihr eigenes Werkzeug, Maschinen, Bulldog, Radlader und vieles mehr zum Bau zur Verfügung gestellt.

Viele andere Vereine dabei

Das neue Haus kostet knapp 200 000 Euro. Der Neubau müsse als sinnvolle Investition in die Zukunft junger Feuerwehrler gesehen werden.

Jetzendorfs Vize-Bürgermeister Leonhard Sedlmeier überreichte symbolisch den Schlüssel für den Neubau. Er wünschte der Hirschenhauser Feuerwehr unfallfreie Übungen und Einsätze. Sedlmeier erinnerte daran, dass das Hauptproblem des langen Vorlaufes in der Hochwasserfreilegung zu suchen war, bis das Wasserwirtschaftsamt am Feuerwehrhaus-Standort bereit für eine Aufweitung des Durchgangs am Löschweiher war. Von 2018 an habe es plötzlich kein Hindernis mehr für die Planung gegeben, sodass im Dezember 2020 Baubeginn war. Die Gemeinde Jetzendorf habe sich gerne finanziell an der Baumaßnahme beteiligt, weil von Anfang an große Eigenleistung zu erkennen gewesen sei.

Oft das Domizil gewechselt

Kommandant Josef Mailer betonte, dass die Hirschenhausener Wehr im Laufe der Jahre oft ihr Domizil wechseln musste. Schon in den 70er Jahren musste man vom Gemeindehaus in die Schulhaus-Garage. In den 80er Jahren wurde dann das ehemalige Gefrierhaus für die Feuerwehr umgebaut, um zu trockenen Räumen zu kommen. Absichten für den nun erfolgten Neubau entwickelten sich nach der 125-Jahr-Feier der Wehr im Jahre 2007.

Lob und Anerkennung erhielt die Hirschenhauser Wehr auch von Kreisbrandrat Armin Wiesbeck und Kreisbrandmeister Tobias Zull. Auch die Kommandanten und Vorstände der Nachbarfeuerwehren gratulierten zum gelungenen Gerätehausbau. Nur die Spinde fehlen jetzt noch, die sollen im September kommen.

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