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Offizielle Partnerschaft abgelehnt: Das südfranzösische Dorf Ampus soll nicht Partnergemeinde von Jetzendorf werden, so so will es der Gemeinderat.

Beziehungen zwischen Ampus und Jetzendorf

Gemeindepartnerschaft auf Eis gelegt

Eine offizielle Partnerschaft zwischen Ampus und Jetzendorf wird es nicht geben. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Der Partnerschaftsverein will die Entscheidung aber nicht als endgültig sehen.

Jetzendorf – Seit rund zwei Jahren gibt es in Jetzendorf den Partnerschaftsverein Jetzendorf-Ampus. Sein Ziel: Eine Gemeindepartnerschaft mit dem südfranzösischen Ort Ampus. Bereits im September 2014 war eine Delegation aus Ampus in Jetzendorf zu Gast. 

Doch bis heute steht der Jetzendorfer Gemeinderat einer Partnerschaft ein wenig reserviert gegenüber. Eine offizielle Partnerschaft wird es nicht geben.

Partnerschaftsverein setzte sich für offizielle Partnerschaft ein - vergeblich

Das erklärte Bürgermeister Manfred Betzin in einem Brief an die Jetzendorfer Vereinsvorsitzende Jacqueline Steinacker und den Bürgermeister von Ampus, Hugues Martin. Darin schreibt er, dass der Partnerschaftsverein in den vergangenen Wochen und Monaten sehr aktiv war und sich bemüht hat, eine offizielle Partnerschaft zu etablieren. „Hierfür gebührt allen Dank und Anerkennung“, schreibt Betzin. 

Seit der Vereinsgründung stand das Bemühen im Mittelpunkt, eine Verbindung zwischen Jetzendorf und Ampus zu schaffen. Vor diesem Hintergrund hätte auch der Gemeinderat über eine offizielle Partnerschaft diskutiert. Der Zusammenhalt zwischen Frankreich und Deutschland sei für die Friedenssicherung wichtig. 

Gemeinderat will kein eng geschnürtes Korsett für die Freundschaft

Demnach können auch kleinere Maßnahmen, wie gegenseitige Besuche oder ein Jugendaustausch, ein Beitrag zu einem sicheren Europa sein, so Betzin. Ein solcher Austausch müsse gelebt werden: „Es gibt aus unserer Sicht keine bessere Möglichkeit, als dies über die Partnerschaftsvereine in den beiden Gemeinden zu organisieren“, schreibt Betzin.

„Die Partnerschaft in ein offizielles Korsett zu zwängen, würde aus Sicht des Gemeinderats keinen positiven Effekt erzielen und wäre langfristig eher ein Muss, als ein gelebter Austausch.“ Der Gemeinderat beschloss deshalb, eine offizielle Partnerschaft derzeit nicht weiter zu verfolgen.

Doch die Gemeinde könne sich vorstellen, den Jetzendorfer Verein bei Maßnahmen wie Jugend-Sprachreisen oder Jugendaustauschen finanziell zu unterstützen und dadurch den europäischen Gedanken zu fördern. Trotzdem betont Betzin: „Es ist für uns eine große Ehre, als eine mögliche Partnergemeinde ausgewählt worden zu sein.“

Partnerschaftsverein über Entscheidung nicht erfreut

Außerdem kommt er zu dem Schluss, dass die Arbeit des Partnerschaftvereins zu einem festen Bestandteil im Vereinsleben der Gemeinde geworden ist, und erinnerte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung an das Engagement des Vereins beim vergangenen Ferienprogramm.   

Ampus schlägt Freundschaftsvertrag vor

Die Mitglieder des Partnerschaftsvereins sind über die Mitteilung aus dem Rathaus natürlich nicht erfreut. Leonhard Steinacker, Schatzmeister und Ehemann der Vereinsvorsitzenden, will die Entscheidung nicht als endgültig sehen. Die Tendenz im Vorstand sei auf jeden Fall, die Beziehungen weiterzuführen. Der Bürgermeister von Ampus haben den Freunden aus Jetzendorf vorgeschlagen, zunächst einen Freundschaftsvertrag zu machen, weil er die Verbindung auf keinen Fall mehr missen möchte. 

„Gut Ding will Weile haben“, fasste Steinacker optimistisch zusammen, ohne der Mitgliederversammlung vorgreifen zu wollen, die am Sonntag, 26. März, um 17.30 Uhr im Gasthaus Ottilinger stattfindet.

Von Josef Ostermair

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