Obwohl schon die Abriss-Bagger fleißig am ehemaligen Widermann-Areal arbeiten, erteilt der Gemeinderat nach wie vor der geplanten Neubebauung kein Einvernehmen.
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Obwohl schon die Abriss-Bagger fleißig am ehemaligen Widermann-Areal arbeiten, erteilt der Gemeinderat nach wie vor der geplanten Neubebauung kein Einvernehmen.

Ehemaliges Widermann-Areal in Jetzendorf: Abstandsflächen nicht hinnehmbar

Gemeinderat beharrt auf Ablehnung des Bauvorhabens

Jetzendorf – Die geplante dichte Bebauung auf dem Grundstück der ehemaligen Schreinerei Widermann an der Pfaffenhofener Straße ist dem Jetzendorfer Gemeinderat zwar ein Dorn im Auge, er kann sie aber wohl nicht verhindern. Obwohl schon der Abriss der alten Gebäude begonnen hat, will es der Gemeinderat aber nicht einsehen, dass ein Bauträger aus Dachau, wie geplant, auf 2049 Quadratmetern ein Doppelhaus, einen Dreispänner, ein Mehrfamilienhaus und eine Tiefgarage bauen darf.

Dass das Landratsamt Pfaffenhofen aber den Bauantrag für genehmigungsfähig erachtet, gab Bürgermeister Manfred Betzin auf der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt.

„Wir wollen keine Bauträger ärgern, wir brauchen Nachverdichtung, aber mit Maß und Ziel“, sagte der Gemeindechef und machte auf die nach wie vor bestehende Abweichung des Bauvorhabens von der gemeindlichen Stellplatzsatzung aufmerksam, was auch vom Landratsamt erkannt worden sei. Man könne Zufahrts- und Rettungswege nicht als Stellplätze akzeptieren, meinte Betzin, der nicht davon ausgeht, dass das Landratsamt das gemeindliche Einvernehmen ersetzen wird. Nicht hinnehmbar sei es, dass Haus B die Abstandsflächen nicht einhalten könne. Jeder müsse wissen, dass es heutzutage keine Autos mit 2,50 Meter Länge mehr gibt. Auch die Jetzendorfer Feuerwehr habe Bedenken gegen die zu geringen Abstandsflächen.

SPD-Gemeinderätin Sandra Gamperl ging sogar so weit, noch eine Fahrrad-Stellplatzsatzung zu fordern, was aber vom Kollegium im Rat nicht weiter verfolgt wurde. Dem Bauträger warf der Bürgermeister vor, dass dieser gar nicht bereit sei, in einem Gespräch mit den Verantwortlichen der Gemeinde an der Stellplatzsituation eine Änderung herbeizuführen.

So lehnte es der Gemeinderat erneut einstimmig ab, dem Bauvorhaben in der geplanten Form das Einvernehmen zu erteilen.

ost

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