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Mit einem Richtspruch in Versform unterhielt Zimmerermeister Richard Felber (links) die Zuschauer.

Bauarbeiten liegen voll im Zeitplan – Das neue Rathaus soll bereits im Frühjahr 2021 fertig sein

Richtfest ohne große Hebauf-Feier in Jetzendorf

Freude bei den Verantwortlichen der Gemeinde, den Planern und den am Bau des neuen Rathauses Beteiligten: Am Donnerstagnachmittag konnte Hebauf beim Bau des neuen, stattlichen Verwaltungsgebäudes gefeiert werden.

Jetzendorf– Dazu versammelten sich die Rathaus-Mitarbeiter mit Bürgermeister Manfred Betzin, mehrere Gemeinderäte, der Planer, der Baumeister Daniel Seitz und die am Bau beteiligten Handwerker. Wegen Corona gab es keinen Spatenstich, und weil die Pandemie immer noch nicht vom Tisch ist, wollte die Gemeindeverwaltung auch keine große Hebauf-Feier veranstalten.

Der Zimmerermeister Richard Felber aus Gerolsbach erfreute dennoch aus luftiger Höhe von der Spitze des mit einem Bäumchen geschmückten Dachstuhls mit dem Richtspruch in Versform. Dabei erhob er nach bayerischem Brauch mehrmals sein Gläschen, bis er es schließlich auf dem Betonboden zerschmetterte. Felber freute sich, dass die „Bauherrenschaft“ den tüchtigen Handwerkern dieses große Haus zugetraut hat und schloss auch die am Bau beteiligten „Bleistiftspitzer“ in seine Dankesworte ein.

Das dritte Glas, das Felber erhob, galt „dem Zimmermann, der sich selbst nicht loben kann“. Das zuletzt zerbrochene Glas soll weiterhin Glück auf der Baustelle bringen. Am Ende der Zeremonie wünschte der junge Zimmerermeister: „Gott schütze dieses Haus“. Dafür gab es natürlich der Beifall von den Zuhörern.

Der Bürgermeister stellte mit Stolz fest, dass bisher von der Planung bis zum Dachstuhl alles bestens geklappt hat. Von großem Vorteil sei gewesen, dass nicht die Gemeinde, sondern das eigens zum Bau des Rathauses und zur Sanierung der Grundschule gegründete Kommunalunternehmen die Sache in die Hand nahm.

Baubeginn war erst im Frühjahr dieses Jahres und im Mai 2021 soll der Umzug vom alten ins neue Rathaus stattfinden. Es schaue nicht schlecht aus, die angesetzten Kosten von 2,5 Millionen Euro (ohne Einrichtung und Außenanlagen) halten zu können. Der umbaute Raum dieses reinen Betonbaus beträgt 3457 Kubikmeter, die Grundfläche im Plan des Aichacher Architekten Michael Gerrer wird mit 328 Quadratmeter angegeben. Besonderen Wert beim Neubau legte man auf die Dachform.

Wie das alte Rathaus und das sich in diesem Bereich befindliche Gasthaus „Zur Post“ soll auch der Neubau ein Krüppelwalmdach erhalten. Was mit dem alten Rathaus, das direkt neben dem neuen steht, passiert, sei noch nicht entschieden. Man finde hier möglicherweise Platz für die Vereine in der Gemeinde.

Josef Ostermair

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