Note 1 beim Testessen bekamen Bernadette (3.v.r.) und Christoph Kollat (r.) vom Besuch aus Berlin: Luisa Hahn (l.) und Niklas Kollat (3.v.l.), aber auch die Kinder der Eisbauern-Familie, Tochter Carla und Sohn Frederic schleckten genüsslich Eis.
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Note 1 beim Testessen bekamen Bernadette (3.v.r.) und Christoph Kollat (r.) vom Besuch aus Berlin: Luisa Hahn (l.) und Niklas Kollat (3.v.l.), aber auch die Kinder der Eisbauern-Familie, Tochter Carla und Sohn Frederic schleckten genüsslich Eis.

Bio-Bauernhof im kleinen Eck stellt Crowdfundingprojekt vor

Frisches Eis vom Bauernhof

Auf dem kleinen Bio-Bauernhof von Bernadette und Christoph Kollat in Eck gibt es jetzt Eis: am Stiel, hergestellt aus frischen Früchten, mit weniger Zucker – und in ungewöhnlichen Kombinationen, Gurke-Zitrone zum Beispiel. Finanziert werden soll das Projekt „Eisbäuerin“ mit Crowdfunding.

Eck – Für den kleinen Bio-Bauernhof im Jetzendorfer Gemeindeteil Eck braucht man innovative Ideen, um die Landwirtschaft mit dem historischen Ensemble auf dem Keurer-Hof zu erhalten. Bernadette und Christoph Kollat haben sich entschlossen, Eis herzustellen. Nicht irgendein Steckerleis, sondern mit vielen regionalen und weitgehend biologisch angebauten frischen Früchten, auch schon mal mit Gemüse.

Wer Bernadette und Christoph Kollat auf ihrem Bauernhof in Eck besucht, kommt ums Eisschlecken nicht herum. Das Eis „Gurke-Zitrone“ zum Beispiel ist eine ungewöhnliche und doch sehr ausgewogene frische Eiskreation. Die Idee, Eis aus purer Frucht und mit wenig bis gar keinem Zucker herzustellen, kam der leidenschaftlichen Hauswirtschaftsmeisterin und Bäuerin, die sich auch als Dorfhelferin einen Namen gemacht hat, beim Eisessen mit Tochter Carla und Sohn Frederic. „Das gewöhnliche Eis war uns zu süß und hat zu viele Zusatzstoffe, auf Dauer nichts für heiße Sommertage“, urteilt Bernadette Kollat, für die als Eisbäuerin ein Traum in Erfüllung gehen soll.

Früchte aus der Region oder fair gehandelt

In das Eis von Bernadette und Christoph Kollat kommen frische Früchte von Erzeugern aus der Region wie Heidelbeeren, Gurken, Erdbeeren und Himbeeren. Diese werden kombiniert mit fair erzeugten Zutaten wie Zitrone, Ananas oder Schokolade. Die „Eisbäuerin“, so nennen die beiden ihren vor der Gründung stehenden Betriebszweig, verwendet in den meisten Eissorten keinen Zucker und viel Fruchtanteil. Ganz auf Zucker will Bernadette Kollat nicht verzichten, schließlich sei es ein gutes regionales Produkt und kann, wenn es nicht zu viel wird, gut vom Körper verarbeitet werden. Mittlerweile gibt es sechs Geschmacksrichtungen, darunter eine exotische mit Ananas-Orange.

Das Eis am Stiel schmeckt frischer und natürlicher als konventionelles Eis. „Das liegt daran, dass keine Aromen, Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker drin stecken“, unterstreicht die 34-jährige Bäuerin, die auch zusichert, dass mit dem Eisverkauf der Anbau von Blühwiesen gesichert wird.

Der größere Umfang der Eisproduktion könnte nur noch an der Finanzierung scheitern. Da wählte die Ecker Kleinbauernfamilie die unkonventionelle Art der Bestellung mittels Crowdfunding-Kampagnen. Wer also noch diesen Sommer zu Eis kommen möchte, kann auf diese Weise den Bio-Hof unterstützen. Bernadette und Christoph arbeiten schon seit längerer Zeit an den notwendigen Produktionsräumen, nur die kostenträchtige Eismaschine fehlt noch. Mindestens 23 000 Euro benötigen die beiden für ihr Eisprojekt, die durch das Crowdfunding gesichert werden sollen. Interesse an der Spezialität aus Eck hätten der Markt auf dem Stadtplatz in Pfaffenhofen und auch der Postwirt in Jetzendorf angemeldet. Die Eisbäuerin will auch Cafés und Bars beliefern.

Das Crowdfunding Die Aktion im Internet unter www.startnext.com/eisbaeuerin läuft noch bis 7. Mai, dem Geburtstag der Eisbäuerin, die zuversichtlich ist, genügend Unterstützer zu finden. Für 20 Euro gibt es zum Beispiel sechs Eis am Stiel inklusive Versand.

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