Es kann sich nur noch um wenige Tage handeln, bis die Baumaschinen auf der freien Fläche an der Pfaffenhofener Straße anrollen dürfen.
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Es kann sich nur noch um wenige Tage handeln, bis die Baumaschinen auf der freien Fläche an der Pfaffenhofener Straße anrollen dürfen.

Streit um Bau von 14 Wohneinheiten in Jetzendorf geht in die nächste Runde

Landratsamt will Einvernehmen ersetzen

Jetzendorf – Die Gemeinde Jetzendorf liegt mit der Dachauer Immobilienvertriebsgesellschaft W & N nach wie vor im Clinch und wird das Einvernehmen für den Bau von 14 Wohneinheiten an der Pfaffenhofener Straße 3 nicht erteilen.

Und das, obwohl das Landratsamt Pfaffenhofen Bürgermeister Manfred Betzin schon schriftlich erklärt hat, nach erneuter Ablehnung der Bauanfrage durch die Gemeinde Jetzendorf das Einvernehmen zur Baugenehmigung zu ersetzen.

Es geht dabei um ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten, ein Reihenhaus mit drei Wohneinheiten und ein Doppelhaus mit zwei Wohneinheiten. Was der Gemeinderat im Gegensatz zum Landratsamt überhaupt nicht akzeptieren will, ist, dass die Zufahrt zu den in der Planung festgelegten Stellplätzen auch eine Aufstellfläche bei Feuerwehreinsätzen sein kann.

Während der Bürgermeister dem Gemeinderat schon in zwei Sitzungen immer wieder erklärt hatte, dass der Investor aus Dachau überhaupt kein Interesse an einem Gespräch mit der Gemeinde Jetzendorf zeige, hat sich der Geschäftsführer der Immobilienvertriebsgesellschaft, Bardolf Wilden, nun an die Presse gewandt und auf ein Gespräch im Landratsamt Pfaffenhofen im September 2020 verwiesen, an dem Jetzendorfs zweiter Bürgermeister Leonhard Sedlmeier und der geschäftsleitende Beamte im Rathaus, Stefan Schmid, teilgenommen haben. Damals habe die Gesellschaft angeboten, dem Gemeinderat das Bauvorhaben vorzustellen und Fragen zur Bebauung zu beantworten.

Investor weist Vorwürfe zurück

Sedlmeier habe bei diesem Termin aber betont, dass das nicht als vordringlich erachtet werde, da die Gemeinde dafür keinen Termin nennen könne. Nach der Antwort Sedlmeiers, die Gemeinde werde gegebenenfalls auf das Gesprächsangebot zurückkommen, habe der Bauherr nie mehr etwas von der Gemeinde Jetzendorf gehört.

Stefan Schmid lässt diese Aussage von W & N nicht gelten. „Der vernünftigere Weg wäre doch gewesen, wenn der Bauwillige schon auf uns zugekommen wäre, bevor sich die Fronten verhärteten, und erklärt hätte, dass er vom genehmigten Vorbescheid abweichen will“, so Schmid im Gespräch mit der Heimatzeitung, mit dem Hinweis, dass damals W & N schon mit dem Rechtsanwalt aufgefahren sei. Aus dem Gespräch mit der zuständigen Sachbearbeiterin im Landratsamt, Franziska Wenger, sei klar geworden, dass das Landratsamt das Einvernehmen der Gemeinde ersetzen möchte, weil der Bauantrag rechtlich dem für das Grundstück vorhandenen Baurecht entspreche. Die Akte sei schon im Schreibbüro, sodass die Baugenehmigung noch im April das Landratsamt verlasse.

ost

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