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Das sind die Damen und Herren die sich im März 2020 als Kandidaten für den neuen Gemeinderat auf der CSU-Liste zur Wahl stellen.

Jetzendorfer CSU nominiert

100 Prozent für Manfred Betzin

Die Jetzendorfer CSU hat mit 100 Prozent der abgegebenen Stimmen eindrucksvoll erklärt, Bürgermeister Manfred Betzin bei der Wahl am 15. März 2020 erneut ins Rennen zu schicken.

Jetzendorf – Alle der 23 stimmberechtigten CSU-Mitglieder haben sich bei der Nominierung des Bürgermeisterkandidaten am vergangenen Sonntag für Manfred Betzin entschieden. „Ein anderer Kandidat ist bei uns nie zur Debatte gestanden, denn Betzin zeigt im Einsatz für unsere Gemeinde großes Engagement“, erklärte der CSU-Ortsvorsitzende Robert Sellmair. Er gratulierte als erster Betzin zu dem „tollen Vertrauensbeweis“.

Für Betzin wäre es die zweite Amtsperiode. Er betonte, dass er weitere sechs Jahre für seine Heimatgemeinde sein Bestes geben wolle. Der 44-Jährige hat in den vergangenen fünfeinhalb Jahren „mit dem Gemeinderat hervorragend zusammengearbeitet“. Ein weiterhin so gutes Klima wünscht er sich im Falle seiner Wiederwahl auch in der zweiten Amtsperiode.

Viele Jetzendorfer erwarteten, dass Betzin im Kreistag den 71-jährigen Altbürgermeister Richard Schnell ablöst, der bis dato fast 36 Jahre im Kreistag das Sprachrohr für Jetzendorf ist. Betzin sei aber nicht bereit, für den Kreistag zu kandidieren, wenngleich auf der CSU-Kreistagsliste zwei Kandidaten aus der Gemeinde Jetzendorf vorgesehen sind. Er begründete seine Entscheidung mit vielen Dingen, die er in den kommenden Jahren als Reibungspunkte zwischen Bürgermeister und Landkreis erwarte.

Reibungspunkte erwartet Betzin aber auch im Hinblick auf die Landes- und Bundespolitik in seiner Funktion als Bürgermeister, ohne näher darauf einzugehen. „Ich lasse mich nicht aufreiben“, versicherte er – und den Christsozialen aus Jetzendorf, dafür zu sorgen, dass aus seiner Gemeinde zwei gute Kreistagskandidaten auf die CSU-Liste kommen.

Er sei mit den großen Projekten wie die Schulhaussanierung, dem Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes und weiteren wichtigen Projekten als Bürgermeister voll und ganz ausgelastet, so dass er „nicht auch noch im Kreistag mitmischen muss“.

Seinen, wie er sich ausdrückte, „privaten Weinflaschenskandal“, sparte Betzin in seiner Ausführungen nicht aus. Er muss vor Gericht, weil er drei Weinflaschen als Geschenk angenommen haben soll. Die Staatsanwaltschaft Pfaffenhofen spricht von Vorteilsannahme (wir haben berichtet). „Ich habe nichts verkehrt gemacht und lasse mich deshalb auch nicht mit Leuten, die sich Flugreisen zahlen lassen, in einen Topf werfen“, unterstrich Betzin. Er teilte seinen Parteifreunden mit, dass der Strafbefehl gegen ihn auf 3000 Euro plus Nebenkosten laute. Nach wie vor hoffe er vor Gericht „auf einen gesunden Menschenverstand“.

Was die unter der Leitung von Bezirksrat Fabian Flössler aufgestellte Gemeinderatsliste angeht, ist Betzin sehr optimistisch. Er stellte fest, dass es gelungen ist, 16 Gemeindebürger aus nahezu allen Gemeindeteilen zu finden, die bereits in vielen Bereichen des Gemeinwesens, größtenteils in Vereinen, bewiesen, dass ehrenamtliche Mitarbeit bei ihnen hohen Stellenwert genießt.

Die ausgearbeitete Empfehlungsliste des CSU-Ortsverbands haben 22 der 24 Stimmberechtigten unverändert angenommen. Zwei Stimmen waren ungültig. Von den amtierenden CSU-Gemeinderäten tritt nur der 78 Jahre alte CSU-Ehrenvorsitzende Jochen Lojewski nicht mehr an, die fünf weiteren Christsozialen im Gemeinderat aber stehen erneut auf der Liste. Mit nur drei Frauen auf der Liste kann die Jetzendorfer CSU nicht dem jüngsten Appell von Ministerpräsident Markus Söder folgen. Robert Sellmair aber unterstrich, „man darf nicht übersehen, dass mit Melanie Müller und Andrea Endres schon unter den ersten vier auf der Liste zwei Damen zu finden sind“.

Fünf Bewerber sind noch nicht Mitglied der CSU. Das sieht Betzin aber nicht als Nachteil, „denn bei uns soll’s keinen Wahlkampf geben, auch im neuen Gemeinderat sollen in erster Linie Leute mitarbeiten, die sich ohne Wenn und Aber für das Wohl unserer Gemeinde engagieren“.

ost

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