Pfarrhaus von Jetzendorf
+
Der Fensterwechsel im Pfarrhaus von Jetzendorf und der Anschluss ans Nahwärmenetz müssen ohne Kostenbeteiligung der Gemeinde erfolgen.

Eindeutiges Votum

Jetzendorfer Gemeinderat lehnt zwei Förderanträge ab: Kirchenstiftung geht leer aus

  • vonJosef Ostermair
    schließen

Zwei Zuschussanträge der katholischen Kirchenstiftung St. Johannes Jetzendorf lagen jetzt dem Gemeinderat vor: Einmal ging es um die 30 000 Euro teure Fenstersanierung im Jetzendorfer Pfarrhaus, und der weitere Antrag bezog sich auf den Anschluss des Pfarrhauses an das Jetzendorfer Nahwärmenetz. Doch in getrennten Abstimmungen sagte der Gemeinderat ohne Diskussion: „Nein.“

Jetzendorf – Was die Instandhaltungsmaßnahmen am Pfarrhaus anging, schrieben Pfarrvikar Pater Tison und Verwaltungsleiter Matthias Morawiec an die Gemeinde, dass der Austausch der in die Jahre gekommenen Pfarrhaus-Fenster unvermeidbar sei.

Hier handle es sich um eine aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht überfällige Maßnahme. Das Pfarrhaus sei nicht nur unter der Woche von Mitarbeiterinnen des Pfarramtes besetzt, sondern glücklicherweise immer noch vom Ortspfarrer, Pater Tison, bewohnt.

Die Förderung der Sanierungsmaßnahme ist laut Bürgermeister Manfred Betzin aber nicht Aufgabe der politischen Gemeinde, dafür erhalte der Pfarrverband Jetzendorf-Steinkirchen einen jährlichen Instandhaltungszuschuss der Erzbischöflichen Finanzkammer. Dass sich mit dem Einbau neuer Fenster die Energiebilanz des Pfarrhauses wesentlich verbessert, sei zu begrüßen, reiche aber nicht aus, um einen Gemeindezuschuss zu geben.

Ähnlich sieht es mit dem Anschluss des Pfarrhauses an das Nahwärmenetz Jetzendorf aus, der mit Kosten in Höhe von rund 25 000 Euro verbunden sei. Auch da sollte vom Pfarrverband ein Instandhaltungszuschuss der Erzbischöflichen Finanzkammer in Anspruch genommen werden. „Des Weiteren wurde vom Pfarrverband beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ein Förderantrag gestellt. Hier ist ein Zuschuss von bis zu 45 Prozent zu erwarten“, heißt es im Beschluss des Gemeinderats, der eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde einstimmig ablehnte.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare