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Die beiden Lowa-Chefs , Alexander Nicolai (links) und Werner Riethmann (rechts) sind stolz auf die Übernahme von Riko-Sport. 

Lowa kauft Zulieferer auf

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Der Jetzendorfer Sportschuhe-Hersteller Lowa hat seinen italienischen Zulieferer Riko Sport S.r.l. samt Produktionsstätte in der Slowakei gekauft.  

Jetzendorf– Die Lowa-Sportschuhe GmbH kaufte den italienischen Schuhspezialisten Riko Sport S.r.l.. Das Unternehmen fertigt täglich rund 12 000 Paar Lowa-Schuhe in dessen Produktionsstätte in der Slowakei. Das ist ein großer Schritt für das Jetzendorfer Unternehmen, das seine Mitarbeiterzahl durch den Kauf von 250 auf über 2000 erhöht.

Das Unternehmen Riko Sport ist fortan ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Lowa-Sportschuhe GmbH. Der italienische Schuhspezialist fertigt seit dem Jahre 1992 Lowa-Schuhe und beschäftigt in Italien sowie der Slowakei rund 1900 Mitarbeiter. „Riko Sport produziert seit vielen Jahren den Hauptanteil unserer Schuhe, und wir arbeiten mit der Familie Castellani und all ihren Mitarbeitern seit jeher effektiv zusammen. Wir möchten ihnen für ihr Engagement und ihre exzellente Arbeit in all der Zeit danken. Durch die Integration von Riko Sport in die Lowa-Gruppe ist es uns möglich, künftig noch enger zusammenzuarbeiten“, so Alexander Nicolai, CEO der Lowa-Sportschuhe GmbH.

Riko Sport hat seinen Verwaltungssitz in Caselle di Altivole in der italienischen Region Treviso. Hier befindet sich auch eine kleine Musterproduktionsstätte.

Der Hauptproduktionsstandort für die Schuhproduktion befindet sich in der Slowakei in der Stadt Bosany und firmiert unter dem Namen Rialto. Das Werk liegt etwa 680 Kilometer vom Lowa-Hauptsitz in Jetzendorf entfernt und ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Dort werden seit 27 Jahren direkt angespritzte Lowa-Schuhe der verschiedensten Kategorien gefertigt.

Geschäftsführer der Riko Sport ist Renzo Castellani. „Es wird einen fließenden Übergang geben, und wir sind glücklich darüber, das Unternehmen in die Hände unseres langjährigen Partners Lowa zu geben, dessen Mitarbeiter wir für ihre Integrität und Kompetenz sehr schätzen. Wir teilen den gleichen Geschäftssinn und die gleichen Wurzeln. Zudem sichern wir auf diesem Weg unser gemeinsames Knowhow“, sagte Renzo Castellani zum Verkauf seiner Firma an Lowa.

Neben dem Verkauf der Riko Sport an Lowa verkauft die Familie Castellani auch Lowa-Anteile in Höhe von 15 Prozent an die Tecnica Gruppe. Somit hält die Gruppe zukünftig 75 Prozent der Lowa-Anteile, während der langjährige erfolgreiche Macher in Jetzendorf, Werner Riethmann, 25 Prozent besitzt.

Durch den Verkauf der Lowa-Anteile stärkt die Tecnica-Gruppe ihren Outdoor-Schuhbereich, der für rund 55 Prozent des Firmenumsatzes verantwortlich ist. „Gestützt durch die positiven Ergebnisse des Jahres 2018 mit einem Umsatz von 400 Millionen Euro geht die Tecnica-Gruppe durch den Zukauf von Riko Sport durch die Lowa-Sportschuhe GmbH einen weiteren Expansionsschritt voran. Der Kauf des Produktionsunternehmen erlaubt es Lowa, die Produktionsstruktur und Produktentwicklung signifikant weiterzuentwickeln“, unterstreicht Alberto Zanatta, Aufsichtsratsvorsitzender der Tecnica-Gruppe.

Lowa begann 1923 in Jetzendorf als kleiner Haferlschuh-Produzent, entwickelte sich aber im Laufe der Jahre zu einem Unternehmen mit Weltruf. Man legt Wert darauf, dass auch künftig alle Schuhe in Europa produziert werden.

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