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Hoffentlich sind die Querelen nun beendet: Bürgermeister Manfred Betzin (l.) gratulierte Florian Altmann, Stefan Kastner und Oskar Hujer (v.l.) zur Kommandantenwahl. 

Nach Querelen nun der Neuanfang bei der Feuerwehr Jetzendorf

Florian Altmann ist neuer Kommandant

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Nach einer Zeit der Querelen, die im Rücktritt von Kommandant Michael Schuster gipfelten, hat die Feuerwehr Jetzendorf einen Nachfolger für Schuster gefunden. Florian Altmann – ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele.

Jetzendorf – Der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Jetzendorf ist wieder komplett: Der unerwartete Rücktritt von Kommandant Michael Schuster (wir haben berichtet) sorgte dafür, dass die Wehr seit September 2018 kommisarisch von Oskar Hujer geleitet werden musste. Doch nun haben 33 aktive Feuerwehrler Florian Altmann zu ihrem neuen Chef gewählt.

Der 29-Jährige, der seit 2017 der Jetzendorfer Wehr angehört und aus Lam im Bayerischen Wald kommt, ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Schon bei seiner früheren Feuerwehr nahm er als Gruppenführer, Jugendwart und Kreisausbilder Führungsaufgaben wahr und auch beruflich dreht sich bei Altmann alles um die Feuerwehr. Er ist nämlich bei der Brandschutzdienststelle des Landkreises München beschäftigt und zudem Fachbereichsleiter der Jugendfeuerwehren in Bayern.

Dass er in Jetzendorf von den wahlberechtigen aktiven Dienstleistenden ohne Gegenstimme gewählt wurde, freute nicht nur ihn, sondern auch Bürgermeister Manfred Betzin, der als Wahlleiter fungierte. Beide gehen davon aus, dass die Querelen innerhalb der Wehr, die zu Schusters Rücktritt führten, nun ein Ende haben. „Ich möchte ein Miteinander schaffen, bei dem jeder mit jedem reden kann“, sagte Altmann.

Die Querelen die Altmann und Betzin meinten, war der Zwist um den früheren Kommandanten Schuster, dessen Rücktritt im vergangenen September aus privaten Gründen erfolgt sei, wie der Bürgermeister damals sagte. Betzin hatte damals Partei für Schuster ergriffen und – in Richtung Feuerwehrler gerichtet – von einem „Saustall“ gesprochen, den es auszumisten gelte.

Für die nächsten sechs Jahre stehen ihm als Stellvertreter bewährte Kräfte zur Seite. Oskar Hujer (52), war bereits sechs Jahre Kommandant in Jetzendorf und zuletzt zweiter Kommandant. Auch der neue gleichberechtigte Stellvertreter Stefan Kastner (39), der sein Handwerk in der Feuerwehr in Pasenbach erlernte, hatte bisher schon das Amt des Gruppenführers und Gerätewarts ausgeübt und steht seit 2014 in Diensten der Jetzendorfer Wehr. Hujer erhielt bei der Wahl 32 Stimmen, bei Kastner waren es 23 Stimmen.

Der Bürgermeister begrüßte es, dass die Dienstleistenden nun statt zwei drei Ansprechpartner haben. Wenn es notwendig werde, stehe auch Betzin selbst für Gespräche bereit, „denn Reden ist besser, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“.

Für den Anfang ging’s schon mal sehr harmonisch zu. Dazu gehörte auch eine Halbe Bier, die Altmann für jeden Feuerwehrler ausgab. Ziel des neuen Feuerwehr-Chefs sei es schließlich, dass trotz guter Ausbildung die Geselligkeit nicht zu kurz kommt. Da biete sich der Jetzendorfer Feuerwehrverein an, den nach wie vor Markus Spennesberger leitet.    Josef Ostermair

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