Eine Gruppe Menschen.
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In 16 Jahren entstanden viele Freundschaften mit der Rektorin (Foto Bildmitte). So wurden viele Abschiedsgeschenke überreicht.

Nach 16 Jahren

Grundschule Jetzendorf: Rektorin Notburga Sieber verabschiedet

  • vonJosef Ostermair
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Die Rektorin der Grundschule Jetzendorf ist nach 16 Jahren an der Schule verabschiedet worden. Bei der Feier ging es recht humorvoll und sportlich zu.

Jetzendorf – Mit 80 Gästen feierte die Rektorin der Grundschule Jetzendorf, Notburga Sieber, am Abend des letzten Schultags vor den Sommerferien in der Schulturnhalle den Abschied von ihrem langjährigen Arbeitsplatz: 16 Jahre leitete sie mit Umsicht und großem Engagement diese Schule, und so reichte die von ihr geladene Gästeschar von Schulrat Erich Golda, Bürgermeister Manfred Betzin, dem Gemeinderat und Lehrerkollegium bis hin zum Elternbeirat, den Vertretern der Kirche des örtlichen Sportvereins, der Mittagsbetreuung und dem Schulhausmeister.

Selbst Eltern von Kindern, die schon vor 16 Jahren guten Kontakt zur Rektorin hatten, fehlten nicht. Das kurzweilige und humorvolle Programm dieser Feier reichte von Auftritten der Jetzendorfer Turnerinnen bis hin zu toller Musik der Busse-Family und Auftritten der Lehrerschaft. Dass auch das leibliche Wohlergehen nicht zu kurz kam, dafür sorgte die Wirtin aus dem benachbarten Thalmannsdorf, Regina Fottner.

Bevor sich der Schulrat Golda offiziell von Sieber verabschiedete, erklang die Bayernhymne. Schließlich war der Freistaat Bayern Dienstherr der scheidenden Rektorin. Der Schulrat hatte zur Vorbereitung seiner Abschiedsrede in der Personalakte der heute 66-jährigen Pädagogin geblättert und festgestellt, dass sie von Anfang ihrer Lehrtätigkeit an das erzieherische Einwirken auf die Kinder klar im Auge hatte. 2018 durfte sie ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiern, aber schon ihre erste dienstliche Beurteilung berichtete von großer Einsatzfreude und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Schulamt und den Kolleginnen und Kollegen in der Schule.

Am Gesamturteil der ersten Beurteilung von Sieber „Übertrifft erheblich die Anforderungen“ habe sich in all den Jahren nichts geändert. Sie sei aktiv in der Lehrerausbildung und als Fachberaterin Sport gewesen und habe es verstanden, das Schulamt mit süßen Spezialitäten bei Laune zu halten. So erinnert sich Golda noch gut, als Sieber nach einem Cuba-Urlaub tanzend ins Schulamt kam. Er dankte ihr schließlich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einer Urkunde der Bayerischen Staatsregierung.

„Sie hat das Schulleben so verinnerlicht wie kein anderer“, sagte Bürgermeister Betzin, der namens aller Gemeindebediensteten als Chef des Sachaufwandsträgers Abschied nahm. Dank Sieber habe die Jetzendorfer Schule einen hervorragenden Ruf, „wenngleich sie genauso ein Sturkopf ist wie ich“. Einen Stillstand an der Schule habe es unter Sieber nie gegeben, sie habe auch die schwere Corona-Zeit mit Bravour gemeistert.

Dass sie körperlich noch sehr fit ist, hat sie zur Überraschung ihrer Gäste mit einem Spagat im Kreise der TSV-Bodenturnerinnen gezeigt. Mit dem bekannten Lied „Ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“ hat das Lehrerkollegium aufgezeigt, dass es unter Sieber sowohl für die Lehrer als auch für die Kinder nichts zum Ausruhen gab.

Besonders freute sich die scheidende Rektorin über ein Betttuch, das man ihr überreichte, denn da haben sich all die derzeit 125 Kinder an der Schule mit einem Fingerabdruck verewigt. „Ihr trefft mich mitten ins Herz“, war die Reaktion Siebers, die sich mit den Geldspenden zu ihrem Abschied maßgefertigte Schuhe und ein maßgefertigtes Kleid anschaffen will.

Mit Bildern auf einer Leinwand zeigte die Lehrerin Astrid Scholz-Gräf im Schnelldurchlauf den Ablauf eines Schuljahrs in Jetzendorf. Dabei wurde deutlich, dass der Sport das Steckenpferd der scheidenden Rektorin ist und im Laufe der Jahre eine Vielzahl von Projekten mit Erfolg durchgeführt wurden.

Sieber habe über fast all die Jahre hinweg neben ihrer Arbeit als Rektorin jeweils auch eine Klasse geleitet. Gemeinsam wünschte man ihr Ruhe sowie weiterhin Stärke und Ausdauer für den Ruhestand, der, so vermuten Insider, ob der Pläne Siebers eher ein „Unruhestand“ werden wird. Dass jeder Gast ein persönliches Geschenk von Notburga Sieber in Empfang nehmen durfte, war mehr als eine tolle Geste.

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