Der Anbau für den Rettungsdienst an das bestehende Feuerwehrhaus fügt sich gut in die Umgebung ein.  Repro: ost
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Der Anbau für den Rettungsdienst an das bestehende Feuerwehrhaus fügt sich gut in die Umgebung ein.

Jetzendorfs Bürgermeister Betzin stellt Anbau-Pläne für den Rettungswagen-Stellplatz vor

So schnell wie möglich umsetzen

Der fünfte Rettungswagen des BRK ist schon täglich im Einsatz. Dabei hat er noch nicht mal einen Stellplatz.

Jetzendorf – Jetzendorf hat den Kampf um den fünften Rettungswagen im Landkreis Pfaffenhofen gewonnen und will jetzt natürlich so schnell wie möglich für einen gut ausgestatteten Rettungswagen-Stellplatz sorgen. Momentan ist der BRK-Rettungswagen noch auf dem Waschplatz des Feuerwehrhauses im Ortsteil Priel untergebracht, doch das soll sich nach den Worten von Bürgermeister Manfred Betzin möglichst schnell ändern.

Dem Gemeinderat stellte Betzin die Planung für einen Anbau am Feuerwehrhaus vor. „Nach langem Suchen sind wir in Zusammenarbeit mit dem BRK-Rettungsteam, dem Landratsamt und dem Planungsbüro bei diesem versetzten Anbau am Feuerwehr-Gerätehaus gelandet“, erklärte der Bürgermeister vor dem Gemeinderat.

Obwohl das Rettungsteam sich derzeit noch den Aufenthaltsraum im Feuerwehrhaus mit den Jetzendorfer Floriansjüngern teilen muss, habe das seit wenigen Wochen in Jetzendorf stationierte Rettungsteam schon alle Hände voll zu tun. „Es sind jetzt schon drei bis vier Einsätze, die pro Tag von Jetzendorf in die umliegenden Gemeinden in den Landkreisen Pfaffenhofen und Dachau gefahren werden“, sagte der Gemeindechef. Das BRK-Team im Feuerwehrhaus stehe an sieben Tagen die Woche jeweils von 8 bis 20 Uhr für Einsätze bereit.

Der Anbau am Feuerwehrhaus für den Rettungswagen werde nach den Worten des Bürgermeisters ein langfristiger Zweckbau. Es gebe hier kein Problem mit den Abstandsflächen, die Einsatzkräfte bekommen einen eigenen Aufenthaltsraum und eigene Sanitärräume. In dem versetzten Anbau fehle nur der Wäscheraum, den man laut Planung noch im angebauten Feuerwehrhaus unterbringen könne.

Die nun vom Gemeinderat einstimmig gebilligte Planung sei mit dem Landratsamt abgesprochen, und Betzin geht daher davon aus, dass die Genehmigung nur noch Formsache sei. Was die Baukosten betrifft, gebe es noch keine genaue Aufstellung. Bauherr für die Unterkunft der Rettungskräfte sei die Gemeinde Jetzendorf, die nach Fertigstellung die Räume an den Rettungszweckverband vermiete.

Die Finanzierung der Baumaßnahme erleichtere eine großzügige Spende des Vereins „Leben retten“. Mit der Miete geht der Bürgermeister davon aus, dass die Baumaßnahme in zehn bis 15 Jahren abbezahlt ist. „Das Geld, das man hier einsetzt, ist auf alle Fälle sinnvoll eingesetzt“, unterstreicht Betzin. Seit der Stationierung des nagelneuen Rettungswagens habe es noch keinen Tag ohne Einsätze gegeben.

Befürchtungen von SPD-Gemeinderätin Sandra Gamperl, wonach der Platz für die Rettungskräfte im Laufe der Jahre zu klein werden könnte, teilt Betzin nicht, „denn wir werden immer nur einen Rettungswagen beherbergen und keine Rettungswache werden“. Betzins Stellvertreter Leonhard Sedlmeier (Parteiunabhängige) bekräftigte, dass der Standort absolut ideal sei, „denn von da aus kommt man am schnellsten auch nach Gerolsbach oder Petershausen, ohne durch ganz Jetzendorf fahren zu müssen“.

Der Lampertshauser Gemeinderat Stefan Gottschalk erachtet es für sinnvoll, dass der Bau nicht direkt über die Gemeindekasse, sondern über das gemeindliche Kommunalunternehmen abgewickelt wird. Das gebe mehr Flexibilität bei den Auftragsvergaben. Das habe aber Betzin ohnehin vor. Er unterstrich die bessere Versorgung der Bevölkerung und erklärte auf Anfrage von Ruppert Leimberger (Parteiunabhängige), dass er dafür sorgen wolle, dass der Baubeginn noch heuer erfolgen kann.

Die offizielle Inbetriebnahme des Rettungswagens findet am kommenden Sonntag, 20. September, um 10 Uhr statt. Dazu hat der Bürgermeister auch den Gemeinderat eingladen.

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