3 Männer, einer mit Urkunde
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Ehrenmitglied: Herbert Demmelmeir (Mitte) mit Vereinschef Klaus Rackerseder (links) und dem Ehrenvorsitzenden Michael Wallner.

Seit 56 Jahren ehrenamtlich im Jetzendorfer Sportverein tätig – Ehrung für viele weitere Mitglieder

TSV ernennt Demmelmeir zum Ehrenmitglied

  • VonJosef Ostermair
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Jetzendorf – Corona hatte es verhindert, dass sich viele langjährige Mitglieder des TSV Jetzendorf treffen konnten, doch nun hat der Vorstand dieses 1600 Mitglieder zählenden Vereins zumindest die Jubilare zu einem Ehrungsabend im Vereinsheim empfangen, um ihnen Dank für ihr Engagement zu sagen und sie zu ehren. Eine besondere Ehrung gab es für Herbert Demmelmeir: Vereinschef Klaus Rackerseder ernannte ihn zum Ehrenmitglied

VON JOSEF OSTERMAIR

Der 79-jährige Demmelmeir kann auf 56 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im TSV Jetzendorf zurückblicken. Er ist seit 65 Jahren nicht nur treues Mitglied, Demmelmeir hat 1965 auch das Männerturnen gegründet und ist dort seither Übungsleiter. Seit 1982 übt er diese ehrenamtliche Tätigkeit mit Lizenz aus. Der „Heri“, wie man Demmelmeir in Jetzendorf ruft, hat bis zuletzt insgesamt 30 Jahre lang die Sportabzeichen-Prüfung abgenommen. „Er hat es geschafft, jährlich bis zu 150 Sportlerinnen und Sportler zur Sportabzeichen-Prüfung zu animieren“, lobte Rackerseder in seiner Laudatio. Der Vereinsvorsitzende nannte Demmelmeir ein „Vorbild für alle Sportlerinnen“ und Sportler in Jetzendorf.

Schon als 14-Jähriger begann Demmelmeir mit dem Turnen. Später kam Fußball dazu.

Mit dem Ehren-Vorsitzenden Michael Wallner übergab Rackerseder die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied. Dazu erhielt Demmelmeir eine Trophäe für die langjährigen Verdienste.

Der Abend im Sportheim war generell dafür bestimmt, langjährige Mitstreiter im Verein zu ehren. Da steht der 87-jährige Rupert Leimberger an erster Stelle, der dem TSV seit nunmehr 75 Jahren die Treue hält. Er erhielt ebenso wie Franz Gampenrieder (70 Jahre TSV-Mitglied) eine Glastrophäe, die BLSV-Nadel in Gold und eine Urkunde.

Geehrt wurden auch Josef Appel, Herbert Demmelmeir, Ewald Schwalb, Johann Trengler und Ehrenmitglied Max Widermann für jeweils 65 Jahre Mitgliedschaft im TSV. Auf 60 Jahre in diesem Sportverein bringen es Albert Ostermair, Eduard Steiger, Eduard Kraus, Franz Off und Helmut Schwarz, die ebenso wie Josef Ostermair, Konrad Wagner, Leonhard Sedlmeier (alle drei jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft) mit Medaillen und Nadeln geehrt wurden.

Auch Bürgermeister Manfred Betzin gratulierte den Jubilaren. Er betonte, dass langjährige Mitglieder für jeden Verein wichtig seien. Gleichzeitig bedauerte der Gemeindechef, dass in der Corona-Phase 150 Mitglieder dem TSV den Rücken gekehrt haben. Es sei traurig, dass immer mehr Familien den Verein nur noch als Dienstleister für ihre Kinder sähen, „aber so kann kein Verein funktionieren“.

Dass mittlerweile ein paar ausgeschiedene Mitglieder wieder zurückgekehrt sind, konnte man den Worten von Klaus Rackerseder entnehmen. Die Corona-Zeit habe auch eine gute Seite für den Verein gehabt. Der Verein nutzte diese Zeit, die Rasenflächen zu pflegen, LED-Flutlichtmasten aufzustellen sowie das Minispielfeld samt Kunstrasen zu erneuern. „Und so etwas geht nur, wenn wie bei uns der Zusammenhalt gut ist“, unterstrich Rackerseder.

Wichtig sei auch gewesen, die vielen Jugendtrainer bei der Stange halten zu können, „denn ohne Jugend geht es nicht“. Auch beim TSV brauche man Leute, die ein Herz für den Verein haben, denn an sportlichen Höhepunkten fehle es keinesfalls, was die tollen Turnleistungen und das Landesliga-Gastspiel der Fußballer bestätigten. Da wiederum sei eine Förderung durch die Basis im Verein unabdingbar.

Langjährige Mitglieder: Zwischen 50 und 75 Jahren sind diese Geehrten im TSV Jetzendorf.

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