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Die neue Abteilungsleitung bei den Turnern (v.l.): Antje Rumpf, Hannes Sedlmeier, Christa Mayr, Egbert Will, Melanie Rühl, Thomas Suchanek, Andrea Endres.

TSV Jetzendorf stolz auf seine Turner

Sportlicher Erfolg ist Fluch und Segen

Dass die Turner das Aushängeschild im TSV Jetzendorf sind, ist bekannt. Sorgen macht aber die Besetzung der vielen Übungsleiter-Posten. Das hat Abteilungschef Will bei der Hauptversammlung betont.

Jetzendorf– Will ging bei der Jahresversammlung natürlich noch einmal auf die große Turnschau 2017 ein. Diese vier Veranstaltungen an drei Tagen sei sowohl für die Turner als auch die vielen Betreuer schon eine besondere Hausforderung gewesen. Bereits jetzt denke man an die nächste Turnschau, die 2019 stattfindet.

Will erinnerte, dass auch der TSV-Fasching heuer ein großer Erfolg war. Zu den Haupteinnahmequellen 2017 zählte aber der Frautag-Flohmarkt. Das Sportjahr 2017 ar ebenfalls von Erfolgen gekrönt. „Von den Gaumeisterschaften über das Deutsche Turnfest in Berlin bis zum European Olympic Youth Festival waren wir nicht nur vertreten, sondern auch sehr erfolgreich“, unterstrich der Abteilungsleiter.

Man habe sich leider schon zu sehr an die großartigen Erfolge gewöhnt, so dass auch tolle Erfolge teilweise nur noch am Rande wahrgenommen werden. Die Turnabteilung mit 960 Mitgliedern dominiert in dem 1657 Mitglieder zählenden Verein. Sowohl Buben als auch Mädchen würden von hervorragenden Trainern und Helfern ausgebildet und betreut.

„29 Aktive bei der Landkreis-Sportlerehrung und 46 bei der Gemeindeehrung sind ein Beweis unseres hohen Standards“, so Will, der im gleichen Atemzug an den eklatanten Mangel an verantwortlichen Trainern hinwies. „Lücken sind nur sehr schwer zu schließen, und es ist wie ein Tanz auf der Rasierklinge“, sagte Will.

Er kritisierte auch die teils sehr hohen Ansprüche mancher Eltern, die den Verein wechseln wie andere die Unterwäsche. „Wir sind nur noch Dienstleister. Wird das Angebot nicht mehr benötigt, dann verlässt man den Verein. Die Mitglieder nachhaltig zu binden, gelingt uns nicht“, sagte Will und zeigte auf, dass man auch Probleme habe, die erforderliche Zahl von Kampfrichtern zu stellen. Daher sein eindringlicher Appell an die Eltern der betreuten Kinder, sich als Kampfrichter ausbilden zu lassen.

Nicht die Spitzenturner seien das Fundament der Abteilung, sondern die vielen Breitensportgruppen. Das bedeute aber nicht nur einen zeitlichen sondern auch einen finanziellen Kraftakt.

Im letzten Juli-Wochenende findet in Aichach das Bayerische Kinderturnfest statt, und da ist der TSV natürlich gut vertreten. Die Bundesliga der Damen mit den beiden Jetzendorferinnen Leonie Papke und Sophia Steurer habe bereits begonnen. Betreut werden die beiden Jetzendorfer Talente von Wills Tochter Daniela, die als Trainerin beim Deutschen Nachwuchskader in Frankfurt aktiv ist. Dies zeige die Wertschätzung beim DTB und dem Bundesleistungszentrum Chemnitz. Im Einzelwettkampf starten Papke und Steurer nach wie vor für den TSV Jetzendorf.

Die Fachwartin Geräteturnen weiblich, Susanne Glaser, zeigte auf, dass die TSV-Turnerinnen deutschlandweit und sogar international unterwegs waren, aber die Teilnahme bei den Gau-Wettkämpfen deutlich nachgelassen hat. So sei zu befürchten, dass es das Wettkampfangebot im Turngau Donau/Ilm bald nicht mehr geben wird. Auch Glaser hat Probleme mit uneinsichtigen Eltern. Ein Gruppenwechsel sei bei den Mädchen nach Rücksprache durchaus möglich. „Jedoch kann es nicht sein, dass Eltern bestimmen, in welcher Gruppe ihr Kind turnt, wie es in der Vergangenheit öfter der Fall gewesen ist“. Diese Entscheidung müsse bei den Trainern bleiben.

Stolz sei Glaser über die Teilnahme an der Bayerischen Turnliga, die mit dem Meistertitel in der Oberliga 1 für die 1. Mannschaft gekrönt wurde. Die 2. Mannschaft sei in die Landesliga 3 aufgestiegen und die 3. Mannschaft konnte in der Bezirksliga Süd bleiben. Dem Bayerischen Landeskader gehören Anna Török, Lenya Walter und Lilly Bezjak an.

Der größte Erfolg für Leonie Papke war der Start beim European Festival in Györ und der Gewinn der Bronzemedaille mit der Mannschaft des DTB.

Problemlos ging die von TSV-Chef Michael Wallner geleitete Abteilungsneuwahl über die Bühne, denn es musste nicht um Kandidaten gebettelt werden. So wählte die Versammlung einstimmig Egbert Will wieder zum Abteilungsleiter und Antje Rumpf zu seiner Stellvertreterin. Die Kasse bleibt auch in den nächsten zwei Jahren bei Andrea Endres. Beisitzer bleiben Christa Mayr, Thomas Suchanek, Hannes Sedlmeier und Melanie Rühl. Neu in der Abteilungsleitung ist lediglich Lisa Höchtl-Buchbauer, die das Amt der Schriftführerin übernahm.

Wallner gab bekannt, dass der TSV für die Übungsleiter der Turner 2017 53 500 Euro ausgegeben hat. Übungsleiter-Zuschüsse gab es von der Gemeinde (21 400 Euro), vom Freistaat Bayern (14 000 Euro) und vom Landkreis (7400 Euro). Man habe sich Gedanken gemacht, wie man die Übungsleiter besser fördern könnte, und so sei die Übungsleiter-Vergütung ab 2018 leicht angehoben worden.

ost

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