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Feierliche Übergabe (v.l.): Gertraud Martin, Ingrid Karlitschek, Kultusminister Ludwig Spaenle.

Neues Schulprofil „ein Meilenstein“

Johannes-Neuhäusler-Schule bekommt Schulprofil Inklusion

Schönbrunn - Die Johannes-Neuhäusler-Schule aus Schönbrunn hat als eine der ersten Förderschulen mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Bayern das Schulprofil Inklusion verliehen bekommen.

Bei einem Festakt im Kultusministerium überreichte Kultusminister Ludwig Spaenle die Urkunde an Ingrid Karlitschek, die in Vertretung der Schulleiterin Angelika Hillreiner gekommen war, sowie Gertraud Martin, die Leiterin des Geschäftsbereichs Kinder und Jugend im Franziskuswerk.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, da damit unsere Arbeit in der Vergangenheit und inhaltliche Weiterentwicklung der Johannes-Neuhäusler-Schule gewürdigt werden, die zum Ziel haben, Schüler mit Behinderung am bestmöglichen Förderort zu beschulen und gleichzeitig unser Förderzentrum für die Beschulung von Regelschülern zu öffnen“, so Gertraud Martin.

In Sachen schulischer Inklusion engagiert sich die Johannes-Neuhäusler-Schule bereits heute: Neben vielfältigen inklusiven Projekten und Kooperationen werden fünf der 18 Klassen als Partnerklassen geführt. Dafür wurde ein Konzept zur Zusammenarbeit mit den Regelschulen entwickelt. Durch teils über länger als zehn Jahre andauernden Partnerschaften konnte der Anteil am gemeinsamen Unterricht deutlich gesteigert werden.

Darüber hinaus verfügt die Johannes-Neuhäusler-Schule über einen Mobilen Sonderpädagogischen Dienst (MSD) und ist nun auch beteiligt an der Beratungsstelle Inklusion des Schulamtes Dachau.

Ein weiterer wichtiger Baustein sind Fortbildungen, die für Lehrkräfte an Regelschulen angeboten werden, die dazu dienen, Methoden und Didaktik in der Beschulung von Schülern mit geistiger Behinderung vermitteln.

Auch die inhaltliche Weiterentwicklung der Johannes-Neuhäusler-Schule wird mit der Auszeichnung gewürdigt. In einer internen Projektgruppe, die vom Lehrstuhl für Diversitätssoziologie an der TU München wissenschaftlich begleitet wird, geht es darum, ein Höchstmaß an Wahlfreiheit für die Beschulung von Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf zu schaffen. Der geplante Schulneubau in Schönbrunn soll dafür die räumlichen Rahmenbedingungen schaffen. Gleichzeitig sollen Schüler durch die Weiterentwicklung der bereits bestehenden guten Kooperationen mit Regelschulen im Landkreis Dachau auch die Möglichkeit erhalten, individuell und differenziert gemeinsam mit nicht behinderten Schülern in Regelschulen des Landkreises unterrichtet zu werden.

Im Zuge der Ortsentwicklung ist vorgesehen, am Standort Schönbrunn in den kommenden Jahren zusätzlich Wohnraum für Familien zu schaffen. Neben den bereits bestehenden inklusiven Kindertageseinrichtunge wie Krippe und Kindergarten bildet die Schule die entsprechende Ergänzung für Kinder mit und ohne Behinderung.

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