Josef Engels wurde 66 Jahre alt. foto: hb

Auf Josef Engels war immer Verlass

Orthofen - Der beliebte Orthofer starb unerwartet im Alter von 66 Jahren. Viele Bürger gaben ihm das letzte Geleit.

Zahlreiche Trauergäste sind zur Beerdigung von Josef Engels in Orthofen gekommen, der plötzlich und unerwartet im Alter von 66 Jahren verstarb. Der beliebte Orthofener hinterlässt neben seiner Frau drei Kinder und fünf Enkelkinder.

Josef Engels wurde am 20. Februar 1944 in Viersen im Rheinland geboren. Er wuchs in Orthofen auf und ging in die Volksschule nach Wiedenzhausen. Im Jahr 1958 begann er in einer Schreinerei seine Lehre zum Bürokaufmann. Anschließend absolvierte er seinen Dienst bei der Bundeswehr. Danach arbeitete er bis 1997 bei der Firma Knorr-Bremse.

Seine Frau Annemarie lernte er 1972 in Dachau kennen. Zwei Jahre später wurden sie vom damaligen Bürgermeister Anton Förg standesamtlich in Wiedenzhausen getraut. Die kirchliche Trauung fand in der Filialkirche Heilig Kreuzauffindung und St. Helena in Orthofen statt.

Bereits mit 13 Jahren trat Josef Engels in den Sportverein Odelzhausen ein und spielte dort Fußball. Seine ehrenamtliche Tätigkeit für den SVO begann er als Kassier der Fußball-Abteilung, später war er dann Kassenprüfer. Als Vorstandsmitglied war er in seiner Funktion als Kassier des Hauptvereins zwölf Jahre tätig. Das Amt des Kassiers war genau das Richtige für Josef Engels, war er doch einer der alten Schule, der seine Buchhaltung am liebsten handschriftlich machte und nur mit viel Überredungskunst dazu zu bewegen war, die Technik der Computer zu verwenden, die er oft nur als „Blechtrottel“ bezeichnete. Auf der anderen Seite hatte er immer ein offenes Ohr für alle Mitglieder und stand mit Rat und Tat zu Seite. Auch war er ein treuer Fan der Odelzhausener Fußballmannschaften, die er bei Heim- und Auswärtsspielen unterstützte, so oft es ging.

Aber nicht nur beim Sportverein war Josef Engels sehr aktiv. Seit 30 Jahren übte er das Amt des Kassiers und Schriftführers beim Veteranen-, Krieger- und Soldatenverein Wiedenzhausen aus. Beim 75-jährigen und beim 100-jährigen Gründungsfest des Vereins war er beide Male im Festausschuss vertreten und investierte viel Zeit und Arbeit in die Organisation und Durchführung der Feste. Außerdem war der Verstorbene seit 1999 Revisor beim Kreisverband Dachau der Krieger-, Soldaten- und Reservistenvereine. All diese Funktionen hat er gerne und mit Leidenschaft ausgeübt.

Für viele Vereinsmitglieder und Bekannte war er auch ein persönlicher Freund, der stets als verlässlicher Ratgeber zur Stelle war. Sein unermüdlicher Einsatz war möglich, weil ihn seine Familie in seinem Wirken und Tun immer unterstützt und ermuntert hat. So war er unter anderem auch bei der jährlichen am Pfingstsamstag stattfindenden Fußwallfahrt von Wiedenzhausen zur Wallfahrtskirche St. Leonhard in Inchenhofen insgesamt 35-mal dabei. Allen, die ihn kannten, wird Josef Engels als lebenslustiger und froher Mensch in Erinnerung bleiben, auf dessen Einsatz und Engagement man sich immer verlassen konnte.

hb

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