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Sie träumt von Vermählung, er von Vermögen: Pascal Piroué und Iris Schmidlkofer.

TSV-Brettl

Ein Engel in Teufels Küche

Karlsfeld -  „Jubel, Trubel, Eitelkeit“ heißt es auf der Bürgerhaus-Bühne. Das TSV-Brettl hat mit dem amüsanten Zweiakter einen guten Griff getan.

Da hat er sich doch in Teufels Küche manövriert, der Moritz Engel. Um Leib und Leben muss er fürchten, der selbst ernannte „Heiratsschwindler mit Niveau“. Denn der Herr Papa der so eben um eine erkleckliche Summe erleichterten Herzensdame hat Auftragskiller engagiert. Gut, dass sich Engel an einen alten Spezl erinnert: Schönheitschirurg Dr. Meister soll ihn unkenntlich machen.

So beginnt das Stück „Jubel, Trubel, Eitelkeit“, das derzeit auf der Bühne im Bürgerhaus zu sehen ist. Mit dem Zweiakter hat das TSV-Brettl schlichtweg einen Glücksgriff getan. Es bietet eine Reihe echter Lacher. Und es bietet skurrile Figuren wie zum Beispiel den bis zur Schmerzgrenze von sich überzeugten Künstler Kuno von Kaienberg, die Männer vertilgende Frau von Möchtegern und die von den Tücken der deutschen Sprache gebeutelte Patientin Tilly König. Drei Figuren, die die Autorin Winnie Abel gut und gern für das Brettl-Trio Christian Schindler, Rosi Schäffler und Nina Kubitschek erfunden haben könnte.

Die Hauptrolle spielt Pascal Piroué. Ein Brettl-Neuzugang. Der Zuschauer merkt davon nichts, so überzeugend gibt Piroué den Schlawiner auf Freiersfüßen. Vor allem im zweiten Teil des Stücks, in dem Moritz Engel umständehalber zum Südländer wird: „Binne Italiener seite geschlupft von die Mama Leib!“

In der Schönheitsklinik Schwanensee geht Moritz Engel seiner Arbeit nach, wo er doch schon mal da ist. Zielperson ist Frau Schulze (erfrischend: Iris Schmidlkofer), deren Bankkonto seit einem Lotto-Sechser so üppig ist wie die einem Sumo-Ringer zur Ehre gereichende Figur.

Am Ende der zwei amüsanten Akte darf die Frau Kommissar (Monika Richter) dann tatsächlich die Handschellen klicken lassen. Nur, und so viel sei verraten: Heiratsschwindler Moritz Engel ist es nicht, der da verhaftet wird.

Die Premiere am Freitagabend hätte mehr verdient gehabt als die nur knapp 100 Besucher. Bei der Aufführung tags darauf waren es erfreulicherweise schon ein paar mehr. „Jubel, Trubel, Eitelkeit“ ist noch am 11., 12., 18. und 19. November jeweils um 20 Uhr im Bürgerhaus zu sehen, zudem findet am Samstag, 12. November, eine Nachmittagsvorstellung (14 Uhr) statt.

Die Mitwirkenden: Ellen Saponaro (Frau Dr. Sacher), Ludwig Tungel (Dr. Meister), Iris Schmidlkofer (Frau Schulze), Monika Richter (Kommissarin Astrid), Rosi Schäffler (Frau von Möchtegern), Pascal Piroué (Moritz Engel), Virginia Hendel (Frau Kehrer), Christian Schindler (Kuno von Kaienberg), Nina Kubitschek Tilly König). Regie: Brigitte Mank; Maske: Anne Krauß; Technik: Volker Rödel; Souffleuse: Gabi Timm; Helfer hinter der Bühne: Daniel Imam-Halil. (tol)

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