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Nur Lob ernteten die Zweckverband-Mitarbeiter Sebastian Jaeger (links) und Stephan Berghof (rechts).  

Viel Lob für die Jugendarbeiter

Noch vor einem Jahr standen mehrere Gemeinderäte aus Tandern der Arbeit, die der Zweckverband Jugendarbeit in der Gemeinde leistet, kritisch gegenüber. Doch das ist Vergangenheit. Das zeigte sich jetzt deutlich in der Gemeinderatssitzung.

Hilgertshausen – Seit feststeht, dass nun neben dem Jugendtreff in Hilgertshausen auch ein Jugendtreff in Tandern geschaffen wird, gibt es keine kritischen Stimmen mehr aus den Tanderner Reihen gegen die Jugendarbeit. Das wurde deutlich, als in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Bericht des Zweckverbandes Kinder- und Jugendarbeit über die gemeindliche Jugendarbeit im Jahr 2017 abgegeben wurde.

Die beiden Zweckverbands-Mitarbeiter, der Diplom-Sozialpädagoge Sebastian Jaeger und dessen Kollege Stephan Berghof, die beide sowohl in Hilgertshausen als auch in Tandern tätig waren, wurden mit Lob überhäuft, nachdem sie zeigten, wie vielfältig ihr Einsatzbereich 2017 war:

Allein 16 Veranstaltungen fanden 2017 mit Kindern und Jugendlichen statt, und auch am Ferienprogramm wirkte der Zweckverband mit mehreren Mitarbeitern mit. Außerdem nahmen Kinder aus der Gemeinde an den Eventwochen (Ostern, Pfingsten und Sommer) sowie am großen Kinderzeltlager im August teil. Nach wie vor ist der Treff im alten Hilgertshauser Sportheim, das zum Jugendheim umfunktioniert wurde, bei der Jugend aus beiden Ortsteilen sehr beliebt.

Bewährt hat sich nach den Worten von Jaeger und Berghof auch die Aufsuchende Jugendarbeit an den Außentreffpunkten wie in Tandern. Da sei es Aufgabe der Zweckverbands-Mitarbeiter gewesen, bei Konflikten zwischen Jugend und Anwohnern, insbesondere bei Vandalismus, Lärmbelästigung oder Verschmutzung, vermittelnd tätig zu sein. Die Jugendarbeiter thematisierten auch Vorfälle im Jugendraum in Hilgertshausen. Dazu gehörte auch die präventive Sensibilisierung bei Kindern und Jugendlichen.

In einem nicht zu unterschätzenden Rahmen war auch schulbezogene Jugendarbeit notwendig. Dafür mussten immerhin 160 Stunden aufgewendet werden. Der Umgang mit Kindern und Jugendlichen allein erforderte von den Mitarbeitern des Zweckverbandes aber wesentlich mehr Zeit – nämlich 1014 Stunden.

Mittlerweile fanden auch im Pfarrzentrum von Tandern zwei Probe-Veranstaltungen statt, doch diese Einrichtung muss erst noch richtig hergerichtet werden.

„Ihr habt tolle Arbeit geleistet, wir werden euch noch mehr brauchen, wenn das Jugendzentrum in Tandern fertig ist“, lobte der aus Tandern kommende 2. Bürgermeister, Adi Doldi (CSU). Gemeinderätin Wally Arzberger (CSU) stellte fest, dass die Bus-Situation von Thalmannsdorf nach Tandern gut gelöst worden sei.

Auch Bürgermeister Dr. Markus Hertlein freute sich über das große Engagement des Zweckverbandes Jugendarbeit, wenngleich er auch weiß, das so was Geld kostet. Rund 41 000 Euro kostete die Jugendbetreuung 2017 und weitere 5700 Euro kommen für die schulbezogene Jugendarbeit hinzu.

Wenn in nächster Zeit der Jugendraum im Pfarrzentrum von Tandern in Betrieb geht, kommt man mit insgesamt 1175 Stunden natürlich nicht mehr über die Runden, und die Gemeinde muss für die Jugendbetreuung deutlich tiefer in die Taschen greifen, wenn das bestehende Programm nicht geschmälert werden soll.

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