Kandinsky und ihre erste EP

Die Nachwuchsrocker und ihre erste EP

Dachau - Ihr Traum: Rockstar werden. Tiefstapeln ist eben nicht Kandinskys Ding. Sie haben ihre erste EP rausgebracht.

Die vier Jungs von der Band Kandinsky haben einen Traum: Sie wollen mit ihrer Musik die Menschen begeistern, die Massen erobern, so erfolgreich sein, dass sie ihr Hobby zum Beruf machen können. Einen Traum, dem sie jetzt ein Stückchen näher gekommen sind: Die Vierkirchner haben ihre erste eigene EP aufgenommen.

 Ein Projekt, in das die jungen Musiker viel Herzblut und Arbeit gesteckt haben. „Wir haben alle Songs noch einmal durchgearbeitet“, erzählt Frontmann und Gitarrist Ben Meyer. „Vom Musikalischen her war unser Anspruch relativ hoch“, fügt der 17-jährige Chris Langer hinzu. Deshalb schreiben die Jungs ihre Songs komplett selbst. Von den Texten bis zu den instrumentellen Parts stammt alles aus eigener Feder. So will die Band ihrer Musik eine besondere, eine eigene Note geben.

Kritische Texte

Charakteristisch für die Texte von Kandinsky ist, dass sie oft ziemlich kritisch sind: Es geht um Veränderungen, es geht um Liebe, es geht um die Gesellschaft, es geht um Gewalt. „Das ist sehr wichtig für uns, weil man mit Musik extrem viel erreichen kann“, betont Ben. Um ihre Botschaften besser rüber zu bringen, haben die Musiker seit kurzem ein paar Songs auf Deutsch im Repertoire.

Eine von vielen neuen Entwicklungen bei Kandinsky. Auch der musikalische Stil der Band, den man irgendwo zwischen Indierock, Alternativ Rock und Metal einordnen kann, hat sich in letzter Zeit verändert. Die Jungs haben in den vergangenen Monaten viel damit experimentiert wie Ben erklärt: „Unsere Musik ist rockiger, schneller und dynamischer geworden“, erzählt Ben. „Es ist mehr Beat drinnen“, findet auch Schlagzeuger Marcel Vieregg.

Improvisieren im Studio

Den letzten Schliff gab die Band vielen Songs schließlich erst im Tonstudio bei den Aufnahmen für die EP. „Bei dem Song „Revolution“ zum Beispiel haben wir noch einmal zwei Soli improvisiert“, erinnert sich Bassist Michi Gässl. Bei einem anderen Lied veränderten die Musiker sogar spontan einen ganzen Part. „Manchmal sind uns im Studio einfach noch Geistesblitze gekommen“, schmunzelt Ben. Trotz dieser spontanen Kreativität waren die Aufnahmen für die EP eine Herausforderung für Kandinsky.

Die Songs mussten innerhalb von zwei Tagen eingespielt werden, jedes Instrument musste also schon nach zwei oder drei Tapes sitzen. Neu war es für die Musiker zudem, dass alle Stimmen einzeln aufgenommen wurden. „Da ist es besonders wichtig, immer genau auf den Takt zu sein“, erklärt Gitarrist und Backgroundsänger Chris. „Normal passt man sich sonst aneinander an, da ging das aber nicht“, erinnert sich Ben.

Solche Erfahrungen würde Kandinsky künftig gerne öfter machen. „Wir wollen richtig professionell Musik machen“, sagt Ben über die künftigen Pläne der Band. Seit September hat die Gruppe deshalb einen Sponsor und Berater, Fans können jetzt auch Poster und T-Shirts von Kandinsky kaufen.

Kommendes Jahr steht außerdem schon das nächste Projekt an: Dann nämlich will die Band ihr erstes eigenes Album herausbringen. Schließlich haben sie große Ziele: „Unser Traum ist es, einmal davon leben zu können“, macht Chris deutlich. Ein Traum, dem sie mit ihrer EP wieder einen kleinen Schritt näher gekommen sind.

Das erste Konzert mit den neuen Songs

Kandinsky stellt ihre EP „Revolution“ am Freitag, 7. Dezember, bei einem Release-Konzert im Freiraum in Dachau offiziell vor. Los geht’s um 20 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr. Eintritt: vier Euro

Claudia Schuri

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