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Sechs Geschenketipps:

Es weihnachtet sehr - eine Idee muss her

Die Adventszeit – ruhig und besinnlich? Oder doch der ultimative Stress, weil Euch für Oma, Bruder und die beste Freundin mal wieder kein passendes Weihnachtsgeschenk einfällt? Keine Angst, wir leisten Hilfestellung und geben Euch die ein oder andere Anregung für den eckigen Karton mit Schleife unter dem Weihnachtsbaum.

Vielleicht weint am Ende einer – davor gibt’s aber extrem viel zu Lachen

Ihr habt Geschwister? Super. Dann habt ihr sicher auch Paten. Auch super – aber schlimm, wenn’s um die Weihnachsgeschenke geht. Aber ich weiß den perfekten Ausweg: Das Turnier der Giganten. Kennt Ihr nicht? Kein Wunder. Hab ich auch erst letztes Jahr erfunden. Ihr (also Geschwister mit Paten) liefert Euch ein Battle um die Ehre. Und zwar in Dingen, die keiner wirklich kann – deshalb ist Gaudi garantiert.

Ihr veranstaltet Euer Kräftemessen im Airhockey, im Kickern, im Bowling und im IndoorMinigolfen. (Geht alles im Kartpalast Bergkirchen) Wer danach noch keine Bauchschmerzen vom Lachen hat, weil der Onkel den Ball mal wieder acht Meter am Loch vorbeigeschlagen hat, oder die Schwester die Kegel von der Nebenbahn umbowlt, kann auch noch Billard und Dart dranhängen. Ganz wichtig beim Geschenk: die möglichst größenwahnsinnige, hochmütige Einladung. So was wie: Die Superheroes 2.0 fordern die Trantüten aus Weicheihausen heraus. Und eine beschämende Urkunde für den Verlierer. Damit keiner weint, könnt Ihr am Ende noch Pommes ausgeben. Das Beste an dem Ganzen ist: Ihr habt einen ganzen Abend Spaß zusammen.

von Chrissi Breitenberger

Ein Flug ins Ungewisse

Urlaub geht immer. Ein kurzer Dreitagestrip in die Ferne, egal ob zur Entspannung mit der Herzallerliebsten oder zur Kneipentour mit dem besten Kumpel. Aber wohin? An dieser Stelle möchte ich unseren Chefweihnachtsmann Olli Kahn zitieren: Eier, wir brauchen Eier! Also, mutig sein und eine Reise ins Unbekannte wagen.

 Blind Booking nennt sich die Gaudi und ist mittlerweile bei mehreren Anbietern für wenig Geld zu haben. Zum Beispiel bei Germanwings. Dort könnt Ihr sogar zwischen diversen Kategorien auswählen, um die Überraschung nicht allzu groß werden zu lassen: Partyurlaub, für die feierwütige Fußballcrew, ein Kulturtrip für Mutti, eine Shoppingtour mit dem eineiigen Einkaufszwilling, westeuropäische Metropolen für den Städtetrip mit dem besten Freund oder gar schwulenfreundliche Reisen für den festen Freund. Für jeden Topf gibt es einen Deckel. Und jetzt? Angst dass Euch bei der Ankunft im sibirischen Nowosibirsk ein eisiger Schüttelfrost packt? Am besten nichts erwarten und sich auf alles freuen. Lustig wird’s ja doch. Und falls Ihr wirklich in Nowosibirsk landet, die Alexander-Newski-Kathedrale soll einen Blick wert sein.

von Dominik Göttler

Ein Geschenk fürs Leben

Warum nicht einfach einmal das wichtigste Geschenk überhaupt unter den Christbaum legen?

Etwas, das jeder gebrauchen kann, selbst wenn er es schon hat. Etwas, das rein gar nichts kostet, das nie aus der Mode kommt – und manchmal sogar ein Leben lang hält: aufrichtige, bedingungslose, unzurücknehmbare Freundschaft.

Da sich abstrakte Dinge wie Freundschaften naturgemäß schlecht verpacken lassen, bietet sich für Weihnachten ein eher symbolisches Geschenk an – zum Beispiel der Versuch, alle Freunde eines Freundes in Worte zu fassen. Und das wird am amüsantesten, wenn man ihnen Fragen stellt. Witzige Fragen. Tiefsinnige Fragen. Oder Fragen, auf die sie kleine Geschichten erzählen können. Alle Antworten landen zusammen mit Fotos in einem Buch. Ein Buch für Notfälle. Für die Momente im Leben, in denen es hilft, zu wissen, dass man Freunde hat. Das man durchblättern kann, wenn man einfach mal kurz lachen möchte. Wenn man sich einsam fühlt und eine kleine Bestätigung dafür braucht, dass man es nicht ist. Sowas ist ein Geschenk fürs Leben – wie wahre Freundschaft eben auch.

von Katrin Woitsch

Die ganze Welt verschenken

Kennt Euer Liebchen schon den Dettifoss? Oder die Wineglas Bay? Nicht? Wie wäre es, wenn Ihr Euren Schatz mit auf die Reise nehmt. Auf eine einzigartige Reise. Auf eine Reise, dessen Ziel Eure Flamme selbst bestimmen darf. Es könnte zum mächtigsten Wasserfall Europas in Island gehen. Oder zu einer der schönsten Buchten der Welt im tasmanischen Freycinet National Park. Oder anderswo hin. Denn als Entscheidungshilfe gebt Ihr Eurem Goldstück „The World Travel Book“ an die Hand.

Vielleicht mit einem passenden Vierzeiler wie: „Ganz leise ging mein Herz auf seine Reise hin zu Dir an jenem Tag. Ich begann zu lieben auf eine Weise, wie ich es nie mehr vermag“. Im Travel Book (gibt’s etwa bei Amazon) sind die 1001 faszinierendsten Plätze der Welt zusammengetragen und wunderschön bebildert. Wenn es um die Liebe Eures Lebens geht, solltet Ihr den Schotten in Euch besiegen. Seid großzügig. Beißt auf die Zähne und übernehmt Auslagen und Organisation. Auch wenn die Schweißperlen gleich dem Dettifoss an Euch hinabrinnen. Und Ihr ein paar Goldstücke aus dem Tresor holen müsst. Vielleicht will Euer Schwarm ja bloß ins Moseltal.

von Thomas Zimmerly

Viel Spaß, ein wenig Mut, kein Stress

Freude soll es machen, das ultimative Weihnachtsgeschenk – und die soll lange anhalten: Was ist da besser als gemeinsame Erinnerungen? Und schnell geht’s auch – im Last-Minute-Christmas-Shopping bin ich Weltmeisterin. Deshalb: Für die Lieben Spass, für mich kein Stress und für uns: gemeinsame Erinnerungen.

Zur Umsetzung braucht es nur einen Umschlag und eine nette, geduldige Dame am Ticketschalter. Denn die Wunschliste ist lang: Einmal Lieblingsevent bitte und mich gibt’s als Begleitung obendrauf. Denn was gibt es Schöneres, als Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und sich noch lange daran zu erinnern? Mit den Geschwistern beim Konzert der gemeinsamen Lieblingsband rocken, mit den besten Freunden zum ersten Openair-Festival im Frühjahr fahren oder mit Mama und Papa die neue Inszenierung am Volkstheater besuchen. Einen kleinen Haken hat’s: der Termin. Da gilt das Prinzip: Mutig sein, einfach auswählen. Denn: Für die Lieblingsband wird erfahrungsgemäß alles stehen- und liegengelassen. Dann ist Zeit für gemeinsames Erleben und gemeinsame Erinnerungen. Und: Vorfreude ist auch noch dabei!

von Rosi Seifert

Extrem kostbar und gar nicht teuer

Die Wahl meiner Geschenke ist in diesem Jahr leicht gefallen, obwohl die Anforderungen auf den ersten Blick schier unüberwindbar scheinen. Es soll etwas sein, das quasi jeder Mensch zu wenig hat, etwas, was unbezahlbar ist, etwas, von dem alle mehr haben möchten: Zeit. Wie oft ertappe ich mich bei Sprüchen wie „Wir treffen uns mal, wenn ich Zeit habe“ oder „Mensch, ich hab gerade gar keine Zeit“. Manchmal sind es Ausreden, manchmal habe ich tatsächlich zuviel auf einmal um die Ohren. Nicht selten vergeude ich meine Zeit auch mit unwichtigen Dingen, und am Ende fehlt sie für die wirklich wichtigen Augenblicke.

Mein Ziel ist es, den Menschen, die mir wichtig sind, künftig mehr Zeit zu schenken. Oft ist es gar nicht schwer: ein gemeinsamer Kaffee mit Bekannten, ein lustiger Abend mit dem Kumpel, ein Ausflug mit der Familie. Wenn wir zurückdenken, sind es genau die Momente, die uns in Erinnerung bleiben. Und wie sagte schon der italienische Schriftsteller Giovannino Guareschi: „Zeit haben nur diejenigen, die es zu nichts gebracht haben. Und damit haben sie es weitergebracht als alle anderen.“

von Christian Chymyn

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