Gemeinderat Schwabhausen

Jugendtreff Bauwagen bei Arnbacher Sandgrube

Arnbach - Gegen das Aufstellen eines Bauwagens nahe der ehemaligen Schuttgrube in Arnbach hatte der Gemeinderat nichts einzuwenden  aber gegen Holzhütte auf dem gleichen Areal.

Zwei Gruppen waren an die Gemeinde mit dem gleichen Anliegen herangetreten: Sie wollen jeweils einen zwanglosen Treffpunkt schaffen. Die jüngere Truppe, in der die meisten ungefähr 15 und 16 Jahre alt sind, wie Bürgermeister Josef Baumgartner informierte, hat bereits einen gebrauchten Bauwagen gekauft, um ihn als Jugendtreff zu nutzen. Aufgestellt werden soll er in der Sandgrube westlich von Arnbach. Weil die dortige Sammelstelle für Gartenabfälle Ende des Jahres stillgelegt wird und das großzügige Gelände mit einem Tor abgesperrt werden kann, empfinden die Jugendliche das Gelände als ideal.

Ähnlich denken wohl auch die Mitglieder einer Gruppe von etwa 20- bis 25-Jährigen, die auf dem gleichen Areal eine Holzhütte aufstellen wollen. Das lehnte der Gemeinderat allerdings aus mehreren Gründen mit überwältigender Mehrheit (19:1) ab. Ein Argument war, dass man erst einmal testen solle, ob sich ein Treff von jungen Leuten an diesem Standort bewähren wird . Der Bau einer Hütte stelle schon eine „Verfestigung der Nutzung“ dar, wie es etwa Florian Scherf (CSU) formulierte. Max Patzelt argumentierte, dass damit praktisch in Sichtweite des Sportgeländes ein Freizeitgelände entstünde: „Das gefällt mir nicht so gut.“ Ähnlich begründete Edeltraud Lachner ihr Nein. Schließlich gebe es im Sportheim einen nicht genutzten Raum für die offene Jugendarbeit. Wenn schon, dann könne sie „einen Bauwagen akzeptieren, sonst nix“, sagte die zweite Bürgermeisterin und zugleich Vorsitzende des TSV Arnbach.

Einstimmig wurde immerhin die Duldung des Bauwagens genehmigt. Jetzt hofft der Gemeinderat, dass sich die beiden Gruppen auf eine gemeinsame Nutzung verständigen können. Genehmigungsbehörde ist allerdings das Landratsamt, das noch zustimmen muss.

In den Beschlussvorschlag des Gemeinderats wurde im Übrigen mit aufgenommen, die Verwaltung zu beauftragen, sich auf die Suche nach einem möglichen Standort für einen Bolzplatz in Arnbach zu machen. Denn zwei von den Jugendlichen vorgeschlagene Standorte, darunter einer nahe dem Sportgelände, haben sich als ungeeignet erwiesen.

Torge Wester

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