Gefragter Solist: Markus Brandmair beim Konzert des Musikvereins Altomünster. gh

Junge Bläser setzen viele Glanzpunkte

Altomünster - Es ist jedes Jahr der gesellige Schlusspunkt der Weihnachtszeit und stets ein Publikumsmagnet. Das Weihnachtskonzert des Musikvereins Altomünster zeigt aber auch, wie begabt die Musiker sind. Und darauf ist die Marktgemeinde stolz.

Sie dürfen gerne die Augen schließen und die Stücke genießen“, forderten die verschiedenen Sprecher das Publikum beim Weihnachtskonzert des Musikvereins Altomünster auf. Ob es viele der begeisterten Zuhörer in der fast voll besetzen Schulturnhalle gemacht haben, konnte niemand so richtig sehen. Fest stand am Ende aber, dass die jungen Bläser ihren Gästen ein wunderbares Weihnachtskonzert präsentiert haben.

Den Auftakt durfte auch diesmal die Jugend mit zwei weihnachtlichen Weisen machen, die sie zusammen mit dem Nachwuchsdirigenten Michael Güntner einstudiert hatten. Güntner durfte auch wieder das große Orchester dirigieren, als der „Böhmische Traum“ auf dem Programm stand oder der Marsch „Auf zum Start“ lebhaft, wie es sein soll, gespielt wurde und bei dem die Posaunen einen starken Part hatten. Johannes Wackerl, Alexander Lachner und Anna Schwaiger hatten aber noch einmal die Gelegenheit zum Solo und spielten einen astreinen und sehr flotten „Posaunen- Express“ aus der Feder von Walter Tuschla. Großartig interpretierte dann das gesamte Orchester den „Teufelstanz“ von Joseph Hellmesberger.

Dass das Spiel durchaus auch innig werden durfte, konnte man bei der „Serenata Sentimentale“ von Enrico Toselli erfahren, bei der Helena Handl zeigen durfte, dass sie neben dem Blasinstrument auch die Geige ganz gut im Griff hat. Allerdings wäre für sie ein Mikro gut gewesen, um sich gegen die Klangfülle des Orchesters besser durchsetzen zu können.

Recht locker ging dann die Filmmelodie von „Miss Marple“ oder die „Lottchen-Polka“ über die Bühne, ehe noch eine wunderbare Märchenstunde mit „Peter und der Wolf“ dargebracht wurde. Irmgard Schmid erzählte das Märchen von Sergei Prokofiev, während die Musiker im Hintergrund den musikalischen Part vortrugen. Für die Zuhörer wurde dies zum Ohrenschmaus, vor allem, weil anfangs die einzelnen Gestalten mit ihrer Lautgebung vorgestellt wurden und man sich die Handlung sehr gut vorstellen konnte.

Einen anderen musikalischen Glanzpunkt lieferte schließlich Markus Brandmair mit seiner großartig gespielten Version vom „Karneval in Venedig“. Hut ab, wie er die Variationen vom bekannten „Mein Hut der hat drei Ecken“ brillant meisterte und dafür auch tosenden Applaus bekam. Das Publikum, darunter auch die Bürgermeister Anton Kerle, Josef Wiedmann, Wolfgang Graf sowie Pater Michael und Bezirkstagspräsident Josef Mederer war begeistert.

„Erstmals haben wir es geschafft, das Riesenkonzert nach sieben Jahren meiner Amtszeit mit völlig eigenen Kräften aufzuführen“, sagte Dirigent Joseph Rast mit großer Freude. Glücklich zeigte er sich auch darüber, dass mit Michael Güntner ein jungen Dirigent nachkommt, der mit Feuereifer und Freude bei der Sache ist. Vorsitzender Simon Riedl und zweiter Vorsitzender Rudi Scheuböck dankten am Ende allen, die mitgeholfen haben das Konzert zu ermöglichen. Mit dem „Erzherzog Albrecht Marsch“ gab es noch eine tolle Zugabe.

gh

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