Junge Freie Wähler Dachau kritisieren Umbau

Münchner Straße liefert Zündstoff

Dachau – An der neuen Münchner Straße scheiden sich die Geister – und zwar nicht nur die von Radfahrern und Autofahrern, sondern auch die der Freien Wähler Dachau.

Während die „alten“ Freien Wähler, sprich die Stadträte der Gruppierung, für die Testphase gestimmt hatten, üben die Jungen Freien Wähler (JFW) nun Kritik – und stellen sich damit gegen die Stadträte ihrer Mutterpartei. Außerdem mutmaßen sie, dass der Umbau der Straße in Wahrheit keine Testphase sei, „sondern bereits vollendete Tatsachen geschaffen wurden“. Das Bündnis für Dachau wirft den JFW Stimmungsmache vor und ordnet deren Aussagen d ein als „Pseudowahrheiten von ein paar Irrgeleiteten“. 

Die Jungen Freien Wähler holten in ihrer Pressemitteilung quasi zu einem Rundumschlag aus: Kreisvorsitzender Markus Erhorn kritisierte nicht nur die umgestaltete Münchner Straße, sondern bezeichnete die Dachauer Verkehrspolitik als „wirr“. Der Verkehr in der Münchner Straße komme durch abbiegende und bremsende Fahrzeuge sowie kreuzende Fußgänger zum Stocken. Erhorn behauptet, dass die Fräs- und Markierungsarbeiten über 100 000 Euro gekostet haben – und das spreche nicht für eine Testphase. 

Doch das Bündnis für Dachau widerspricht – wiederum in einer Pressemitteilung. „Die jetzt durchgeführten Arbeiten haben circa 10 000 bis 20 000 Euro gekostet und wurden deshalb beschlossen, weil eben genau die besagten 100 000 Euro für eine Studie zur neuen Verkehrsführung eingespart werden sollten“, so die Stadträte Sabine Geißler, Kai Kühnel, Bernhard Sturm und Michael Eisenmann. Sie stellen die von den JFW „eingestreuten Unwahrheiten“ richtig und machen sich folgendes Bild von der politischen Arbeitsweise und dem Niveau der FWD: „Erkenntnisse und Fakten ignorieren, Behauptungen aufstellen, Standpunkte je nach Publikum variieren und damit Stimmung machen. Und ganz wichtig: ja keine vernünftige Lösung anbieten.“ 

Das Bündnis für Dachau legte zudem die Beschlüsse zur Münchner Straße dar, denn die Stadträte der Freien Wähler Dachau hatten für den Umbau und den einjährigen Probebetrieb gestimmt. Und daraus schließt das Bündnis für Dachau, dass erhebliche Spannungen innerhalb der FWD herrschen: „Wie sonst kann es sein, dass Stimmverhalten im Stadtrat und Kommunikation nach außen völlig konträr verlaufen."

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