Kapplersaalbühne 1911 eine der schönsten im Umkreis

Altomünster - Hundert Jahre alt wird der Kapplerbräusaal in Altomünster (wir haben berichtet). Mit einem großen, trotzdem familiären Fest feierten die Theaterspieler und viele Helfer dieses Jubiläum.

„Der Saal hat viel erlebt, er könnte Geschichten schreiben!“, behauptete Regisseur Wolfgang Henkel, der humorvoll durch den durchwegs gelungenen Abend führte. Die Pipinsrieder Musikanten spielten zwischendurch auf und natürlich wurde der Festabend auch mit einigen kleinen Theaterstücken gewürzt.

„Unteilbar mit dem Saal ist das Theater verbunden“, stellte Wolfgang Henkel fest. 1927 sei das erste Theater im Kapplerbräusaal hier verbrieft, wo „s’ Trauringl“ gespielt wurde. Damals hat jeder Verein Theater gespielt. Genauer müsse man eigentlich sagen, eine Gruppe Laienspieler hat für die einzelnen Vereine gespielt. Lediglich die Organisation übernahm dann die jeweilige Gesellschaft: vom Arbeiterverein über den Frauenbund, bis hin zum Schützenverein Freischütz, den Kriegern, dem Gesellenverein und Pfarrgemeinde.

Nach dem Krieg von 1947 bis 1950 wurden alle Theaterstücke hier im Saal gegeben, später waren sie auch wieder abwechselnd beim Maierbräu. Seit 1962 wird nur noch in diesem Saal Theater gespielt. „140 Theater sind verbrieft“, wusste Wolfgang Henkel und fügte gleich hinzu: „Auch in Zukunft wird hier gespielt werden!“

Schon 1911 war die Bühne als „eine der schönsten und modernsten im Umkreis“ eingebaut worden und 1948 hat es geheißen: „Der Saal mit der Bühne ist nicht besser geworden, aber erhalten geblieben.“ Die Theaterspieler jedenfalls sind froh, dass sie ihn haben.

Wie lustvoll sie auch an diesem Abend wieder bei der Sache waren, das bewiesen sie in heiteren Einaktern.

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