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Karl Riedlbeck

Skiunfall am Brauneck

Karl Riedlbeck: Tragischer Tod eines begeisterten Sportlers

Dachau/Lenggries - Für Karl Riedlbeck kam jede Hilfe zu spät. Der 67-jährige Dachauer ist am Mittwoch bei einem tragischen Skiunfall ums Leben gekommen. Die Nachricht löste in der Heimat Trauer und Bestürzung aus.

Karl Riedlbeck war ein vielseitiger Sportler. Er begann als Fußballer, spielte Tennis und fuhr Ski, vor allem aber war er bei den Volleyballern des ASV Dachau aktiv. „Sein Tod ist ein schwerer Verlust“, findet ASV-Geschäftsführer Andreas Wilhelm erste Worte. Riedlbeck, von Beruf Informatiker, war seit den Anfängen der Abteilung dabei, war unter anderem Kassier – „ein sehr engagierter Mann“, so Andreas Wilhelm. Karl Riedlbeck schmetterte selbst Bälle über das Netz und leitete bis zuletzt die Hobbymannschaft des ehemaligen Bundesligisten. Seine beiden Söhne, Marko (29) und Bruno (20), spielen ebenfalls Volleyball beim ASV – Marko in der ersten Mannschaft in der dritten Liga, Bruno im Regionalligateam. Tochter Rita war ebenfalls für den ASV aktiv, weilte jedoch zuletzt längere Zeit in Frankreich. Die Volleyball begeisterte Familie komplettiert Ehefrau Ingrid. Vater Karl war immer, wenn er konnte, bei den Begegnungen seiner Kinder in der Halle. Zuletzt Anfang Januar bei Markos Partie gegen Niederviehbach. Auch die Jugendarbeit des Vereins lag Karl Riedlbeck sehr am Herzen. „Er war ein ASV’ler durch und durch“, sagt Andreas Wilhelm.

Mit einem Dachauer Freund (71) war Karl Riedlbeck am Mittwochvormittag auf einer mittelschweren Piste am Brauneck unterwegs. Der Freund fuhr voraus. An der Talstation wartete er dann auf Riedlbeck. Vergeblich. Andere Skifahrer entdeckten schließlich den 67-Jährigen und verständigten den Rettungsdienst. Dem aktuellen Stand der Ermittlungen der Polizeiinspektion Bad Tölz zufolge war Riedlbeck aus ungeklärten Gründen nach rechts von der Piste abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Die Lenggrieser Bergwacht und der Notarzt des Rettungshubschraubers Christoph Murnau konnten Karl Riedlbeck nur noch tot bergen. Die Wucht des Aufpralls muss so stark gewesen sein, dass er trotz seines Skihelms tödliche Kopfverletzungen erlitt, so die Polizei.

In der Heimat herrscht große Trauer und Fassungslosigkeit. Bei Ehefrau Ingrid, den drei Kindern, Verwandten, Freunden und in seinem Verein. „Karl Riedlbeck war immer total freundlich und offen“, sagt Dominic von Känel, Teammanager und Mitspieler von Marko Riedlbeck in der ersten Mannschaft.

Mit Karl Riedlbeck verliert der ASV Dachau innerhalb kurzer Zeit ein weiteres Mitglied, das den Verein mit geprägt hat. Erst am 1. Dezember war der sportliche Leiter der Fußballer, Herbert Reischl, im Alter von nur 45 Jahren plötzlich gestorben.

Thomas Zimmerly

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