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Pfarrer Bernhard Rümmler am Grab von Bruno Danzer.

Beerdigung von Altbürgermeister Bruno Danzer

„Abschied von einem tollen Menschen“

Karlsfeld - Karlsfeld hat gestern Abschied von Bruno Danzer genommen. Am Grab des langjährigen Bürgermeisters sprach auch ein ehemaliger Weggefährte – sichtlich bewegt.

Hunderte Trauergäste haben gestern Abschied genommen von Bruno Danzer, der am 15. Juli im Alter von 92 Jahren verstorben war. Nach dem Trauergottesdienst in St. Anna unter Leitung von Pfarrer Bernhard Rümmler zog die Trauergemeinde zum Friedhof, wo Danzer seine letzte Ruhe fand.

Ein bewegtes Leben ging zu Ende. Danzer musste als junger Mann an die Ostfront, kam später als Vertriebener nach Bayern. Er musste den Unfalltod seiner ersten Frau ertragen, später, mit 71, einen schweren Schlaganfall. „Bruno Danzer hat erfahren, was das Leben an Höhen und Tiefen mit sich bringt“, sagte Bürgermeister Stefan Kolbe in seiner Trauerrede am offenen Grab.

Von 1960 bis 1990 war Bruno Danzer Karlsfelder Bürgermeister. „Er hat die Weichen für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde Karlsfeld gestellt“, sagte Kolbe. Rathaus, Bürgerhaus, Karlsfelder See, Hallenbad – diese und viele Projekte mehr gehen auf Bruno Danzers Amtszeit zurück. Bei der Eröffnung des Hallenbads im Jahr 1971 wollte er unbedingt erster Badegast sein – und sprang im Anzug von Drei-Meter-Brett.

Solche Aktionen machten Danzer beliebt, auch deshalb fuhr er bei den Wahlen beständig Traumergebnisse ein. Aber das war es nicht allein. Bei allem, was er tat, habe Danzer „stets den Menschen im Blick“ gehabt, so Kolbe.

Hansjörg Christmann hat Danzer gut gekannt. Viele, viele Jahre hatten der Landrat aus Dachau und der Bürgermeister aus Karlsfeld miteinander zu tun. Christmann trauert jedoch nicht nur um einen politischen Weggefährten. Kurz versagte dem Altlandrat die Stimme, als er seine Rede mit den Worten beschloss: „Ich nehme heute Abschied von einem tollen Menschen.“

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