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Bauausschuss Karlsfeld

Neue Asylunterkunft kommt an den "Spitz"

Karlsfeld - Karlsfeld bekommt eine zweite dauerhafte Unterkunft für Asylbewerber. Das beschloss der Bauausschuss des Gemeinderats einstimmig. Die Zusage ist mit einer Hoffnung verknüpft.

Der Bauausschuss des Karlsfelder Gemeinderats hat am Mittwochabend einstimmig beschlossen, das eine zweite dauerhafte Unterkunft für Asylbewerber auf Gemeindegebiet errichtet werden soll. In drei oder vier Gebäuden mit maximal zwei Vollgeschossen sollen bis zu 200 Menschen untergebracht werden. Der Landkreis Dachau hatte einen so genannten Antrag auf Vorbescheid gestellt, ob der Bau in Karlsfeld möglich ist.

Standort ist der so genannte „Spitz“ zwischen Hochstraße und Bajuwarenstraße in der Nähe des Karlsfelder Sees. Das Areal galt in den vergangenen Jahren stets als potenzieller Standort für Gewerbe. So wurde zum Beispiel diskutiert, ob sich der Kosmetikhersteller Artdeco dort ansiedeln könnte.

„Es gibt keinen besseren Standort, auch wenn dieser Standort auch nicht optimal ist“, sagte SPD-Fraktionschefin Hiltraud Schmidt-Kroll. Mechthild Hofner (Bündnis für Karlsfeld) sprach von der „naheliegendsten Lösung“, wenngleich sie sich eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge gewünscht hätte.

Die neue Unterkunft ist vergleichbar der jüngst eingeweihten Unterkunft am Heizkraftwerk. Im Gegensatz zur Traglufthalle im Gewerbegebiet handelt es sich nicht um eine Erstaufnahmeeinrichtung.

Die Unterkunft am „Spitz“ soll die Traglufthalle vielmehr ersetzen. „Wenn wir die Traglufthalle weghaben wollen, müssen wir Alternativen anbieten“, sagte Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU).

Und die Traglufthalle soll nach Wunsch der Gemeinderäte weg. Hiltraud Schmidt-Kroll nannte die Halle „unsäglich“, der CSU-Fraktionsvorsitzende Bernd Wanka sprach von einem „Dauerärgernis“. Anliegen der Gemeinde solle es sein, so fügte Wanka hinzu, die neue Unterkunft am Ortseingang „städtebaulich anspruchsvoll“ zu gestalten.

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