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Großaufgebot an Einsatzkräften suchen Vermissten (50) im Karlsfelder See - mit traurigem Ende

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Suchkette in einem See
Mit einer so genannten Suchkette suchte die Wasserwacht am Samstagabend den Karlsfelder See ab – vergeblich. © Wasserwacht Karlsfeld

Ein 50 Jahre alter Karlsfelder ist am Samstagabend im Karlsfelder See ertrunken. Taucher entdeckten die Leiche am Sonntagmorgen in etwa vier Metern Tiefe.

Karlsfeld - Laut Polizei wollte er den See durchschwimmen: Am Samstag ertrankt ein 50 Jahre alter Mann im Karlsfelder See. Erst am folgenden Tag wurde seine Leiche gefunden.

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Badetoter im Karlsfelder See: Suche geht bis in die Nacht

Wie Oliver Welter, Vorsitzender der Wasserwacht Dachau, mitteilt, saß die Wachmannschaft am Samstag gegen 21 Uhr nach einem heißen und langen Wachtag beim Grillen zusammen, als der Alarm ausgelöst wurde. Badegäste hatten einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes angesprochen, dass sie ihren Arbeitskollegen vermissen würden. Zuletzt gesehen hatten sie ihn beim Schwimmen am südöstlichen Seeufer.

Die sofort eingeleitete Suche der Wachmannschaft wurde durch weitere Kräfte der Wasserwachten aus Dachau, Indersdorf, Eching, Neufahrn sowie dem Tauchzug der Feuerwehr Unterschleißheim und der Feuerwehr Karlsfeld unterstützt. Mit Schnorchelschwimmern und Tauchern wurde der Bereich entlang des südlichen Ufers zwischen den Rettungspunkten 2 und 3 abgesucht. Ein Hubschrauber der Polizei mit einer Wärmebildkamera war ebenfalls im Einsatz. Das THW Dachau unterstützte die Suche mit einem Sonargerät. Ein möglicher Fund entpuppte sich schließlich als ein Stück Leitplanke am Seegrund. Um 0.40 Uhr wurde der Sucheinsatz zunächst unterbrochen.

Zwei Personen mit Mundschutz an Computer
Das Drohnenteam der Wasserwacht Fürstenfeldbruck war am Sonntag im Einsatz. © Waserwacht Karlsfeld

Am frühen Sonntagmorgen suchte das Drohnenteam der Wasserwacht Fürstenfeldbruck den See zwischen Südufer und Badeinsel aus der Luft ab, jedoch ohne Erfolg. Dann fanden zwei Taucher – gezogen von einem Boot mit einer sogenannten Schleppstange – die Leiche des 50-Jährigen. Nach Rücksprache mit der Polizei wurde der Körper von der Wasserwacht geborgen und an die Rechtsmedizin übergeben. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bayern führt die traurige Statistik der Badetoten an. In keinem anderen Bundesland in Deutschland starben dieses Jahr mehr Menschen in Seen und Flüssen.

Badetoter im Karlsfelder See: Rettungskräfte waren auch in anderen Einsätzen gefordert

Die Einsatzleitung am Samstagabend wurde von den Kollegen des BRK mit einem Einsatzleitfahrzeug unterstützt, zur Versorgung des möglichen Patienten sowie zur Absicherung der eigenen Kräfte standen zudem zwei Rettungswagen sowie ein Notarzt des BRK Rettungsdienstes mit ihrem Einsatzleiter bereit.

Während der Sucheinsatz am Sonntag in vollem Gange war, musste die Wachmannschaft noch eine vermeintliche Vermisstensuche, einen Herzinfarkt am Parkplatz sowie einen gestürzten Radfahrer in der Schwarzhölzl-Siedlung versorgen. dn

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